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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1863-01-01 · Heft 10 · p. Seite 393

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
12 (1863)
Issue
Heft 10
Article
Zu dem Raschi-Commentare
Date
1863-01-01
Page
Seite 393 (sequence 1)
Language
German
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Analekten. 393 Analekten. Zu dem Raschi-Commentare. (Vgl. Januarheft.) Durch die Vermittelung der SUciLsbehördeu erhielt ich jungst die der Universitäts-Bibliothek zu Leyden angehörende Busch!- Handschrift SealigCM* * Nr. 1, um sie näher untersuchen zu dürfen. Zu gleicher Zeit ist mir auch durch die freundliche Güte des Dr. Steinschneider die Benutzung der CommenUrien aus Miineben, cod. liebr. C>, ermöglicht worden. Indem ich das reiche Resultat, welches aus den Vergleichungen beider Handschriften mit unseren Druckausgaben hervorgegangen, und das des lntere.ssanten und Lehrreichen sehr viel bietet, in einer grösseren Arbeit zu veröffentlichen gedenke, erlaube ich mir für dieses Mal eine kleine Ausbeute in nachstehenden Noten zu geben, welche einigermassen zur Ergänzung der vorhandenen Beliebte über diese Handschriften beitragen dürften. Die Leydener Handschrift, über die ganze Schrift sich erstreckend, fast vollständig erhalten, da nur wenige Blätter in! 1. und 2־. Buch Mosis fehlen und nur einige am oberen Bande so 1‘ädirt sind, dass hierdurch die ersten Zeilen verloren gegangen, mit häufigen Marginal-Bemerkungcn, welche meistens Correcturen enthalten, versehen, scheint älter zu sein, als mau nach de Rossi (vgl. Zunz, zur Geschichte S. 208) annehmcu mag*). Sic hat deshalb für eine kritische Sichtung dos Basch i texte 8 einen entschiedenen Werth; sie ist frei von allen Zusätzen und Einschiebseln, welche in unseren Ausgaben in Parenthesen mit eine 80 grosse Fülle von Glnubenswahrheiten, dass demjenigen, der täglich die ש״ע betet, wahres Judenthum unmöglich abgebrochen werden kann. Inwiefern aber dem hier Erörterten gegenüber Mendelssohn's Behauptungen in seinem Jerusalem noch als evident gelten können, ist eine Frage, die wir ein anderes Mal, so Gott will, ausführlich zu behandeln gedenken. — Jedenfalls wäre es mehr als naiv, behaupten zu wollen, das Judenthum kenne kein KJiqvypa, keine praedicatio ecclesiastica, keine rcgtila fidei. *) Mit Recht liat schon Steinschneider im Catalog der Leydener Handschriften neben 1270, zu welcher Zeit der Copist Men&chem ben Jacob gelebt haben soll, ein Fragezeichen gesetzt « Frank01, Monatsschrift XXL 10, 30

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