Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 12 (1863)
- Issue
- Heft 5
- Article
- [Rezension]
- Date
- 1863-01-01
- Page
- Seite 188 (sequence 6)
- Language
- German
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188 Rcccnsioncn und Anzeigen. worben; er hat die Thätigkeit des Raschba auf liagadiscliem Gebiete hervorgehoben und manche hier cinschlagende inedita aus der Breslauer Seminarbibliothek mitgetheilt. Auch hierfür wird der Leser ihm Dank wissen und mit Achtung vor dem Fleissc und der Gelehrsamkeit des jugendlichen Verfassers von dieser Schrift scheiden. Geschichte des W 0 h 1111 ii t i g k e i t - V c r e i n s der S y n a g ogengemeinde Hannover (הברד. קדישא רב״ ח רל׳ח)• Zur UX.)jährigen Jubelfeier des Vereins, Von Dr. Sam. E. Meyer. Hannover 18(1*2. Consistoire Israelite de la Circonscrip tion de Paris. Coinite de Bienfaisancc, Conipte morale et financier des Exercises 1860 et 1861. Paris 1862. Consistoire Israelite de Paris. Maisons de Secours et. Iletraites fondecs par M. lc Baron de Rothschild, rue Pipcus 76. Comptc morale et financier. Depuis le 1. jublet jusepfau 30. juin 1862. Paris 1863. ״Vereine zur Ausübung der Werke der Wohlthätigkeit. . . sind sicher so alt wie fast jüdische Gemeinden überhaupt.׳" Diese Worte, mit denen Herr Dr. Meyer seine Schrift einleitet, nehmen wir zur Aufschrift unserer Anzeige der vorgedachten Berichte. Der Herr Verf. des ersten, als Beitrag zur Geschichte der jüdischen Gemeinden sehr interessanten Wcrkchcns wirft vorerst einen Blick auf die Geschichte der Synagogengemeinde Hannover. Die Juden waren im Jahre 1350 vernichtet oder ausgetrieben worden, und bildeten erst in der Mitte des 17, Jahrhtmderts wieder eine Gemeinde. Der älteste entzifferte Grabstein auf dem Friedhofe zu Hannover datirt vom Jahre 1654. Am 27. Tcbet 5522 (1. Januar 1762) stifteten achtzehn Männer einen ״Verein zum Studium der göttlichen Lehre, zuin Krankenbesuche und zur Wohlthätigkeit (Leichenbestattung).“ Sehr bezeichnend für die damaligen naiven, auf dem allgemeinen Vertrauen auf Gottesfurcht basirten Zustände, ist die Bestimmung des als Beilage gegebenen, in hebräischer Sprache abgefassten Statuts, ״die Vorsteher brauchen nicht Rechenschaft abzulegen, weil vorauszusetzen, dass sie mit Treue verfahren werden.“ Hingegen haben sie, wie hinzugefügt wird, die Verpflichtung,