Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 12 (1863)
- Issue
- Heft 5
- Article
- [Rezension]
- Date
- 1863-01-01
- Page
- Seite 184 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
- spine
- OCR quality
- 91% known words query
- IRI
…/2829132-2829290-2829296--07706-2859665- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
184 ßcccnsioncn uiul Anzeigen. Glanzpunkt auf dem literarischen Gebiete, dort strahlt Leben aus, ist der Ilauptfactor der Geschichte, Tbätigkeit, wahrzunehmen, während auf politischem Gebiete sich mir Passivität manifestirt, hier mir eine Leidensgeschichte ׳/.u verzeichnen ist, die /.war durch die Grösse des Ausharrens in den unerhörtesten Leiden fast noch mehr als die hervorragendsten Ereignisse den in der Geschichte waltenden Geist Gottes bekundet, aber ein tief schmerzliches Gefühl zuriieklässt, das Vergehens die Aussölmung und Lösung des durch viele Jahrhunderte sich hin/iehcndcu tragischen Käthsels sucht. Durch das Auknupfen an das Lehen uml die geistige Thätigkeit hervorragender Männer gewinnt die Geschichte der Juden selbst an Licht mul Heiz, and es sind die in neuerer Zeit gemachten Versuche, die Biographien jüdischer Gelehrten zu liefern, und lim sie ihrer Zeit zu gruppiren, als■ geschichtliche Beiträge und Unterlagen freudig zu begrüssen. Der Herr Verfasser der Eingangs gedachten Schrift gibt das Lebensbild eines Mannes, der auf tnhnudischliterarischem Gebiete einer der hervorragendsten, nicht minder durch religiöse und sittliche Grösse impouirt und tief in die Ereignisse seiner Zeit oingreift. 11. Salomon heu Abraham ben Adoreth, bekannt unter dem Namen ״ Uaschba,“ lebte im BUen Jahrhundert zu Barecllona als Kubhincr der dortigen ansehnlieben Gemeinde, sein gelehrter Finlluss erstreckte sich weit über diese hinaus, über Spanien uml Süd-Fraukreich, ja selbst Eng- Land, Deutschland 11. s. w. Der Verfasser hat mit Fleiss und Liehe dieses Lebensbild gezeichnet, und bietet noch ausserdem viel Belehrendes; wir lernen aus ihm nicht nur den kennen, dessen Lebensbeschreibung die. Schrift sieh zur Aufgabe gemacht, sondern auch zum Theilc die jiul. politischen Zustände jener Zeit, literarische Bestrebungen auf religiösem und philosophischein Gebiete, sowie mehrere hervorragende Männer, mit denen llaschba in engerer oder weiterer Verbindung stand, ln dieser Hinsicht sind die Anmerkungen von 8• 58—83 von bcdeutendem Werthe, und wird sie Jeder willkommen heissen, dem es um Wahrheit und aufrichtige Forschung zu thun. Zu Anmerk. 7 fügen wir hinzu, ריטב״א ^ar in der That, wie es der Vcrf. richtig anniinmt, nicht der Schüler des n׳/fcTh Letzterer war, wie aus dem an ihn gerichteten Schreiheu des רטב״ן bekannt, ein älterer Zeitgenosse des |"רמב> Ho sollte ריטב״א*