Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 12 (1863)
- Issue
- Heft 4
- Article
- Was hat den Aristotelismus in der jüd. Religionsphilosophie des Mittelalters so populär gemacht?
- Date
- 1863-01-01
- Page
- Seite 133 (sequence 4)
- Language
- German
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Ke 1 i ־״ i oi) sp h i 1 mso 1 ו ן \ i e dos M i 1101 alters. UN in eigentlicher Weise eine Theologie (d'foloyia), welchen Nanion 0 0 il 11* auch beilegte, Und sie ist dies nicht nur dem Namen, sondern auch der Sache nach. Nach Aristoteles nämlii'h ist die Metaphysik die Wissensehn ft des Seins und sein00 ersten Gründe. W ollte man eine Vielheit solcher ersten Gründe. aimelunen, dann bekäme man, wie Aristoteles höchst. geistvoll sieh hierüber ausdniekt, eine Welt, ,.die einem lose zusammenhängenden Drama gleichet." Die (‘osten Dninde des Seins müssen daher in letzter Linie in eine Kinheit Zusammengehen, Diese Kinheit• als letzter Grund alles Seins ist eine immaterielle, unbewegte Wesenheit, die wir Gott nennen. Derart wird, nach Aristoteles, die PhiLosuphie, in ihrem consrquentrn Do 1׳t schreiten zu den ersten Do finden dos Seins nichts anderes als— eine G o t te sie h re, eine Theologie. Sowie im Seienden Gott■ das Höchste ist, so in der Philosophie, als der Wissenschaft des Seienden, ist die Betrachtung Gottes das Höchste, zu dem sie ans lfm ft. und darin sie gipfelt, ln der That, schon diese blosse Bezeichnung der Philosophie als Theologie, als Gottcshctrachtung, musste dem religiösen Denker eine wahrhafte. Verehrung vor Aristoteles und seiner Lehre abgewinneu. Während man sonst unter Philosophie den geraden Gegensatz der Goltcsvrrchruug sieh zu denken gewohnt war, sowie man in dem Philosophen den kühnen Gottesleugner voraussetzte, that es dem gläubigen Forscher so wohl, die Philosophie als ,,göttliche Wissenschaft*‘ ההבבלה י(עלם אלאלדד -<<<-״: יהאלהית sowie den .r11i1״s״|du־n »1s ״g0uliehen Weisen" (אלאהי CCn) bezeichnen zu können1). wird für den Schöpfer dieses nicht einmal echt griechischen Titels gelialten. Der Name Metaphysik ist jedoch keineswegs durch den Inhalt der in dieser aristotelischen Schrift behandelten Wissenschaft entstanden, sondern nur durch die Stellung dieser Schrift hinter den naturwissenschaftlichen Büchern (r« für« za (pvavua seil, ßtßtta), /4fr« hedeutet mithin hier nicht Irans (so dass Metaphysik etwa durch Transcemlenlalphilosüphiü wiedemigebeu wäre), sondern post, — Daher schreiben die jüdischen Araber sehr richtig: מה 1שאהד הסיע und nicht: .טה שלמעלה ט, הטבע י) Auch רבגי (arab.רבאגי, abgeleitet von \->j — 60tt, der Herr) wurde daher der Metaphysiker genannt. So sagt Maim. in der Einlcituug zum More: ר1כ□ אלהי רמי (S. Munk, Lo guide p. lü, Note 1),