Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 12 (1863)
- Issue
- Heft 3
- Article
- [Rezension]
- Date
- 1863-01-01
- Page
- Seite 116 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
- spine
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111; Ueeensionen und Anzeige! 11. (Malruonidcs) auch das die Offenbarung als Quelle vorausset- */ende Wissen durchaus als vernuuftgemass und durch Vernunft zu hegreifendes hinstellt. Aus diesem verschiedenen Stand- ' ])unkte beider Männer erklärt nun der Verfasser die Art der Benutzung des More. Obwohl Albert fast keine philosophisch belangreiche Stelle des More ausser Acht lässt, obwohl* er nicht blos in seinen eigentlich philosophischen Schriften, sondern selbst in seiner speeilisch christliehen summa theologiao dem Eiullussc Muimoui's sich nicht entzieht — der Verfasser weist das im Einzelnen nach — weis8 er sich doch im Gegensätze zu Maimoni, spricht unwillig von dem Versuche Maimoniüs, Offenbarung und Philosophie zu versöhnen, und behandelt ihn nicht sowohl als Theologen, sondern höchstens als theologisirenden Philosophen. Welchen Nacht heil dieses Verhalten Albcrts dem Maimonidcs gegenüber für Albert selbst hat, das zeigt der Vorfass er daran, dass Albert es überhaupt zu keinem theologischen System gebracht, sondern diesen Huhm zugleich mit dem andcren, den Geist der niaiimmidischen Schrift, besser erkannt mul in diesem Geiste gearbeitet zu haben, erst seinem Nachfolger, Thomas von Aquin, überlassen hat. Der Verfasser, der schon Eingangs die Bemerkung gemacht, dass nicht die ausdrücklichen Ci täte aus ־Maimonidcs uns über die Weite der Benutzung helehren, sondern dass ganze Capitci des More ohne ausdrückliche Namensnennung in die Schriften Aiberts gewandert sind, geht jetzt an den Nachweis der Thatsaehe, dass sowohl Aiberts Al)- lumdlung über die Diviuatiou, die im 5. Bande der Jaitainykschen *Edition (8. ■103) zu lesen ist, als auch Aiberts Digression über das für die damalige Speeulation überaus wirblige Thema, über die Wcllschöpfung, blosse Ueproduetionen derjenigen Theile des More sind, welche dieselben Themata behandeln. Wir können bei diesem Nach weise, im Einzelnen nur auf die Schrift, selbst verweisen. Den Schluss der Abhandlung macht die Bemerkung, dass hei Darstellung der Lehren mittclalterlieher Scholastiker die Gefahr nabe liegt., in ihnen das zu vorkennen, was sie selbst nicht im eigenen Namen, sondern als Lehre eines Anderen gefasst wissen wollen. Diese. Gefahr residtire aus der Sorglosigkeit., mit der sie bald die Namen ihrer Autoritäten anführen, bald nicht. Der Verfasser zeigt das an Beispielen neuerer Darstellungen des Albert und folgert daraus