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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1863-01-01 · Heft 3 · p. Seite 115

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
12 (1863)
Issue
Heft 3
Article
[Rezension]
Date
1863-01-01
Page
Seite 115 (sequence 2)
Language
German
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Ueeensionen 1111<i Anzeigen. ו*. 11 lehrten Publikums erworben, da er den den Meisten unzugängliehen und von Vielen missverstandenen Mu׳re Nebuchim durch die klare und fassliche Darstellung, sowie die tiefe Auffassung, wozu ihn zumeist seine innige Vertrautheit mit den Schriften und der Philosophie des Aristoteles befähigte, last■ zum Gemeingute der Gebildeten machte. Der M ore ist aber die Quelle der vorzüglichsten christlichen Philosophen des Mittelalters, aus ihm schöpften sie theils mit Angabe seines Namens, an vielen Stellen verschwiegen sie denselben. Durch letzteren Umstand wurden manche neuere Bearheiter dieser Philosophie zur Annahme von Originalität verleitet, die, kennt, man den More, nicht ihnen gehört. Herr J. hat Albert, den Grossen, den noch in der neuesten /eit Sieghart .mit dem Glorienschein eines selbstständigen Denkers umgibt, und der seihst von Kitter zu hoch gestellt wurde, zum Vorwurf seiner wahrhaft, änstrengeiiden Arbeit — man bedenke,, durch welchen gelehrten Moder man bei den Scholastikern sieh durchwinden!miss — gemacht-, und das Verb alt! riss Albert’s zu Maimoni festgrstrllt. Die Arbeit, die sieb zur Aufgabe gestellt hat, die Benutzung des More Netmchim von Seiten des unter dem Namen Albertus Magnus bekannten Scholastikers nachzuweisen, beginnt, mit einer■ Charakteristik der 21 Folianten umfassenden Werke Alborfs. Fs wird gesagt, dass, so häutig auch der Name des ״Kahbi Moses aus Aegypten“ in Albert« Büchern zu lesen ist, man dennoch die Bedeutung dieser CiUitionen leicht zu unterschätzen geneigt sein könnte, in Anbetracht der Schriftemncngo, die frei von maimouLdisehem Kiidlusse ist. Dagegen wird bemerkt, dass ein grosser Thcil der philosophischen Schriften Alberts nur eine Reproduction und Paraphrase der aristotelischen Bücher ist und sein soll, und dass demnach» wenn der Fintluss Maimuni\s fast überall da, wo Albert von Aristoteles abzuweirhen sieh voranlasst sieht, sieh geltend macht,, man zu der Behauptung berochtigt ist, dass Albert überhaupt unter lnainionidischctn Kinllusse steht. Damit will der Verfasser aber keines Weges behaupten, dass Albert und Maitmmides auf einerlei Standpunkt(• stehen. Vielmehr zeichnet er die Verschiedenheit beider Standpunkte, die sich etwa so fornmLiren lässt, dass der eine (Albert) eine uuausfüllbare Kluft zwischen theologischer und philo* k י * י lt Frkcnntniss, zwischen Glauben und Krkennen lässt, der andere 2389

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