Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 12 (1863)
- Issue
- Heft 3
- Article
- Aus dem Sefer Hasichronot von Elias Levita
- Date
- 1863-01-01
- Page
- Seite 96 (sequence 1)
- Language
- German
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Aus dem Sefcr Hasichronot % Aus dem Sefer Hasichronot von Elias Levita. Von Dr. Fronsdorff. V or wort. Die Massora, deren hohe Bedeutung für unseren Bibcltext wohl keiner weitläufigen Auseinandersetzung bedarf, wäre gewiss mit und in den Handschriften für uns verloren gegangen, wenn der gelehrte R. Jacob b. Chajim sie nicht in seiner sögenannten rabb. Bibel zuerst (1025) iierausgegeben und sie 80 uns erhalten hätte. Er wusste sich einen reichen Apparat von seitonen und corrccten Bibelhandschriften zu verschallen, deren Massoraangaben er, mit Benutzung des bis jetzt einzig noch vorhandenen Massorawerks, des sogenannten לס' אכלה ואכלה über, unter und hinter dem Texte ausführlich ab druckte. Dieser erste Versuch leidet zwar an vielen Mängeln־, Wiederholungen, verstümmelte Angaben, ungehörige Schriftstellen und Missverstandnisse mancher Art konnten bei dem eo mp dato rischen Verfahren nicht fehlen, besonders da der Herausgeber an sich kein geübler Massoreth war, wie dies R. Elias Levita ausführlich in seinen Vorreden zum Massoreth Ilammassoreth nachgewiesen hat. Jedoch der Anfang war gemacht. — Leider blieb cs aber bis heute, in einem Zeiträume von beinahe 3% Jahrhunderten bei dem Anfang! — Zwei deutsche Männer, deren Meisterschaft in hehr. Grammatik und Massora allgemein anerkannt ist, versuchten es, auf einem und demselben Wege die lvenntniss der letzteren zu verbreiten und gemeinnützig zu machen, indem sie eine niassorctischc Concordauz anfertigten, welche die Massorabemerkungen bei den bezüglichen Artikeln enthalten sollte. Der eine, Elias Levita (ר' אליה בחור) schrieb sein 1“ הוכחנותDD im ersten Drittel des sechzehnten, der andere, Wolf Iteidcnhciin (רודה, ר' וואלף היידנהיים) um dieselbe Zeit des neunzehnten Jahrhunderts. Beide Werke sind bis heute ungedruckt geblieben;. das eine befindet sich in 2 starken Folioänden als Manuscript auf der kais. Bibliothek zu Paris? das andere, die BuxtoriFsche Concordanz, mit handschriftlichen Randbemerkungen von לרדוה hat das VerwaiUingsconüte des Heidenheimischen Nachlasses mir gütigst käuflich überlassen. — Wären sie aber beide auch gedruckt worden, so hätten sie doch dem Bedürfniss, die Massora vollständig und correct zu besitzen, nicht ent-