Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 11 (1862)
- Issue
- Heft 10 (Oktober 1862)
- Article
- [Rezension] / K.
- Date
- 1862-10-01
- Page
- Seite 401 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Recensionen und Anzeigen. 401 Herrn Dr. Grätz, kauin gesagt werden können. Ueber die Ebioniten werden aus Neander’s und Hase’s Analysen alle die Momente hervorgehoben, die auf das Entstehen des Islam Licht werfen können. Es scheint, dass sich unter den Essäern eine Secte gebildet habe, welche, statt sich, gegen den Tempel von Jerusalem, gegen die aufgehende Sonne im Gebete wendete, und daher Sampsäer geheissen wurde, von Schams ״Sonne.“ Hierüber haben Rapoport und Dr. Frankel das Ausführliche besprochen und bedauern wir, dass dem Herrn Verfasser nicht die Quellen zu Gebote standen. Unter der Regierung des Trajan schloss sich ihnen ein Prophet an, welcher der Religion und dem Ursprünge nach ein Jude war, und veröffentlichte eine geschriebene Offenbarung. Epiphanias sagt uns davon, er erkläre darin, dass man beim Salz, dem Wasser, der Erde, dem Brot, dem Himmel, dem Aether und dem Winde, indem er diese Dinge seinen Anhängern gewisser!nassen zur Verehrung bestimmt, schwören soll. Bisweilen führte er folgende sieben Zeugen auf: den Himmel, das Wasser, den Geist, die heiligen Engel der Anbetung, das 061, das Salz und die Erde. Mohammad, schwört bei den meisten dieser Gegenstände: bei dem Himmel mit Burgen (Zodiac. Kor. 85, 1), bei den wassertragenden Wolken und Winden (Kor. 77, 1—8), bei den anbetenden Engeln (Kor. 87, 1—3), bei der Olive und der Feige (Kor. 95, 1), Ausserdem finden wir noch viele andere Schwüre itn Koran, so dass sich diese Lehre ausgebildet hat oder von den Arabern entlehnt worden war. Das Zweite ist wahrscheinlieber. Dieser jüdische Prophet eiferte gegen den Coelibat, drang auf frühe Verheirathung und verbesserte somit den Es- Säismus im Sinne des Korans, wo es heisst: Keine Coelibatgelüb de im Islam (Kor. 57, 27). Er war gegen den Umfang der Martyromanie und erlaubte, um das Leben zu retten, die Anbetung der Götzen, und bestätigte diese Lehre durch das Beispiel des Phineas, welcher in der babylonischen Gefangenschaft zu Susa unter Darius, um dem Tode zu entgehen, der Diana geopfert hatte. Er erlaubte seinen Anhängern nicht, sich im Gebete nach dem Sonnenaufgänge zu wenden, sondern machte Jerusalem zur Kibla, wie auch während der ersten zwölf Jahre seines Amtes Mohammad that. Diesen Propheten, Elxai (von hayl und kesa abgeleitet, was die ״verhüllte Kraft“