Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 11 (1862)
- Issue
- Heft 9
- Article
- [Rezension] / M.
- Date
- 1862-01-01
- Page
- Seite 358 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
- spine
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358, Recensionen und Anzeigen. übrigen Erbe der Väter einen nie versiegenden Quell, aus dem sie die Kraft zu leben und zu wirken sog. Es kann aber Nieinand läugnen, dass auch das religiöse Leben ein lebendigeres ist, wenn es zu seinem Träger eine ungebrochene Nationalität hat. Auf Einzelnes gehen wir nicht weiter ein, weil es für die Haltbarkeit des Ganzen Nichts austrägt. Nur was des Verfassers abweichende Meinung über Unsterblichkeit betrifft, bemerken wir, dass es zwar mit der von ihm 8. 8 angegebenen Polemik Nachmani’s gegen Maimonides seine Richtigkeit hat, dass aber Nachmanides selbst sehr wohl zwischen messianischer Zeit und dem Zustande der Seelen nach dem Tode unterschie״ den hat. Das Ganze müssen wir jedenfalls nicht blos, wie im Eingange als originell, sondern auch als nach vielen Seiten hin bedeutend und von jedem Standpunkte aus berücksichtigenswerth bezeichnen. M. Prolusione del Prof. Fausto Lasinio al suo cor so straordinario di conferenze sopra il testo ebraico del libro di Esaia, nel R. Istituto di studi superiori in Firenze letta il 13. Decembre 1861. Firenze coi tipi di M. Cellini e. C. 1862. (8. 16» Diese Vorlesung ist ein lehrreiches Document zur Erkenntniss des gewaltigen Umschwunges, der sich neben, und ohne Zweifel, in Folge der politischen Umgestaltung Italiens auch auf dem wissenschaftlichen Gebiete daselbst vollzieht. Der Verfasser, früher Professor der orientalischen Sprachen in Siena, gegenwärtig in Florenz, eröffnet mit derselben eine Reihe von Vorlesungen über Jesaia’s, in denen er, nach seiner Aussage, sich von den Fesseln der recipirten katholischen Schriftauslegang befreit, sich zwar nicht in ausgesprochen feindlichem Sinne gegen die Kirche kehrt, aber unbesorgt über die dem Kirchenglauben widersprechenden Resultate, den Standpunkt einer allseitigen Kritik (critica onnilaterale) einnimmt. Er constatirt die Thatsache, dass ״in Italien die Bibel im Urtexte und den heutagen Fortschritten angemessen weder bei den Laien, noch bei der katholischen Geistlichkeit ein gewöhnlicher Gegenstand des Studiums ist, und die Kenntnis8 des Hebräischen von Tag zu