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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1862-01-01 · Heft 8 · p. Seite 317

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
11 (1862)
Issue
Heft 8
Article
Zu dem Raschi-Commentare
Date
1862-01-01
Page
Seite 317 (sequence 6)
Language
German
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Recensionen und Anzeigen. 317 eben. — Daniel 4, 33, verglichen mit Sab. 151a, sieht man deutlieh, dass die Wörter ניחש גדול eine später als Parenthese hinzugefügte Erklärung von תנין sind. Exodus 15, 2 יסור עלו scheint ebenfalls interpolirt, übrigens muss es heissen לסר כלעליהם עלו (Jes. 14, 26), da יסור עלו gar nicht verkommt. Ebenso Arnos 8, 8 יאהת לכל' שנה da die Parallelstellen Sota 13 a, Sechar. 14, 18, Genesis 41, 1 u. a. m. Nichts davon wissen. Mögen diese wenigen Noten die Ueberzeugung befestigen, welche reiche Ausbeute für eine vollständige Charakteristik dieses Commentars im Texte selbst noch zu gewinnen ist. Zur Herstellung derselben wird ohne Zweifel ein sehr grosser Beitrag geliefert, wenn die vielen biblischen Erläuterungen, welche Raschi’s Talmud-Commentare bieten, den Bibel-Coinmentarien gegenüber zusammengestellt werden möchten, was, wie Dr. Zunz bereits bemerkt, interessant und lehrreich sein würde. Ich habe alle diese Parallelstellen gesammelt; sie erstrecken sich auf sämmtliche Bücher der Schrift und bieten so gewissermassen einen Supercommentar Raschi’s zu לרשי weshalb sie bei Veram* staltung einer neuen, guten Ausgabe des חנ״ך rnit 318 רשי eine gewiss willkommene Bereicherung empfohlen sein dürften. Arnswalde. A. Berliner. Recensionen und Anzeigen. Rom und Jerusalem, die letzte Nationa.litätsfrage. Briefe und Noten von M. Hess. Leipzig. Eduard W engl er. 1862. Ueber öin originelles Buch, wie das vorliegende unstreitig ist, zu referiren, hat seine Schwierigkeit, noch mehr es zu heurtheilen. Denn dass man von dem Gedankengange des Verfassers zunächst überrascht wird, sich nicht ohne weiteres in denselben findet und darum mehr zum Widerspruch als zum ruhigen Rinnehmen dessen, was der Verfasser sagt, sich aufgelegt fühlt, ist natürlich, sonst wäre es eben nicht originell. Referent gesteht aber, dass er für seine Person es für fruchtbarer und ergiebiger hält, statt von vornherein Position gegen das Buch zu nehmen, sich vielmehr zuerst in das Buch und seinen Gedankengang hineinzuversetzen, urn nicht in Gefahr zu kom- ^*ankel. Monatsschrift. XI. 8. 24

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