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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1862-01-01 · Heft 6 · p. Seite 233

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
11 (1862)
Issue
Heft 6
Article
[Rezension] / Z.
Date
1862-01-01
Page
Seite 233 (sequence 2)
Language
German
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IRI
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Recensioneh und Anzeigen. 233 Ziffern der Hieröglyphenschrift und durch die Vergleichung die- 8er Resultate mit denen der Geschichte der anderen alten Völker für die Wissenschaft wenigstens so viel geleistet worden, dass man die Ueberzeugung gewonnen hat, jeder anderen Betrachtungsweise auf diesem Gebiete, welche ohne jene Hilfsmittel zu Werke geht, zu entsagen, da sie, wenn nicht gar als eine verfehlte, mindestens als eine unfruchtbare und auf keiner sicheren Basis ruhende anzusehen ist. Sind auch die aus j enen Forschungen hervorgegangenen historischen Nachrichten über Egypten in mehreren Beziehungen lückenhaft und anzu zw eifein, so wird die Hoffnung nicht aufgegeben, durch später noch zu machende Funde bei Ausgrabungen unsere Kenntnis8 über egyptische Geschichte und Chronologie zu erweitern. Es werden auch zu diesem Zwecke von Gelehrten an Ort und Stelle Ausgrabungen geleitet, und enthält dieses Streben eine Beweiskraft für die Wahrheit der schon gewonnenen Hülfsmittel. Nur der• Mangelhaftigkeit des schon vorhandenen Materials allein ist es noch zuzuschreiben, dass es bis jetzt nicht gelungen ist, gewisse Lücken auszufüllen und die kritisch hergestellten literarischen Nachrichten über Egypten mit denen aus den Denkmälern her-: geleiteten in Einklang zu bringen. Die Berührungspunkte der Geschichte Egyptens mit der der Israeliten, in welcher der Auszug der Israeliten aus Egypten ein Hauptereigniss bildet, wurden vielfach zum Gegenstände der Untersuchung gemacht. Die Einen nahmen den Auszug aus Egypten für die erste Hyksos- Vertreibung aus Egypten an, die Andern für die Vertreibung der Aussätzigen in der ägyptischen Geschichte. Gründe und Gegengründe wurden bei der Aufstellung dieser beiden Meinungen gegen einander abgewogen, kritisch beleuchtet und dann das Endergebnis8 fixirt. Unser Verfasser hingegen stellt ohne Kritik der Gegenbeweise eine dritte Meinung auf, die Nichtidentität des Auszuges der Israeliten mit der Vertreibung der Hyk-, 808 und der Aussätzigen. Die Hauptquelle für das historische Factum des Auszuges der Israeliten ist zunächst die Bibel, welche die Errettung des israelitischen Volkes durch die göttliehe Vorsehung hervorhebt, keinesweges aber einen Anspruch auf geschichtliche Vollständigkeit aller der Facten, die mit diesem Auszuge in Verbindung stehen, macht. Dieses negative Verhalten der Bibel gegen speciell äussere Thatsachen, welche

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