Mannheim
Compact Memory

Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1862-01-01 · Heft 6 · p. Seite 232

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
11 (1862)
Issue
Heft 6
Article
[Rezension]
Date
1862-01-01
Page
Seite 232 (sequence 5)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
90% known words query
IRI
…/2829132-2829276-2829283-2858580--06860-2858682
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

232 Reeensionen und Anzeigen. ber genommen, die Ansicht zjirück, als ob Leibnitzens Monadologie Berührungen mit der Atomenlehre der Motakallimun hätte,: zeigt aber, dass er dennoch einen originellen Punkt in der Lehre der Motakallhimn, die er aus dem More kennen gelernt hatte, nämlich die Lehre von der beständig sich wiederholenden (continuirlichen) Schöpfung in einem noch unedirten Dialöge: ״Pacidius Philalethes seu prima de motu philosophia“ mit Interesse auseinandergesetzt habe. Der Herausgeber zählt dann die Punkte auf, die, wie die Auszüge ergeben, Leibnitz. im More besonders interessirt hätten. Wir können aber, uni die Schrift nicht auszuschreiben, hier nur auf 8. 43 ff. und auf die Excerpte verweisen. Die dritte Vorlesung endlich bespricht Leibnitzens Verhältniss zur Cabbala. Es wird hier der Nachweis gegeben, dass Leibnitz die Cabbala, wie sie in seiner Zeit halb jüdisch und halb christlich sich gestaltet hatte, aus dein Munde eines ihrer berühmtesten Jünger, des Baron Knorr von Rosenroth, des hekannten Verfassers der Cabbala denudata, kennen gelernt habe., Darum sei aber doch nicht an einen Einfluss der Cabbala auf das Leibnitzische System zu denken. Das beweise Leibnitzens Urtheil über ein cabbalistisches Buch Seder Olam. In diesem im Anhänge abgedruckten Urtheil bezeichnet nämlich Leibnitz das Seder Olam als ein Buch, das einige gute Gedanken enthalte, die aber gemischt seien mit einer Menge, von weder in der Schrift noch in der Vernunft begründeten Einbildungen. Herr Foucher de Car eil hält daher Ritter’s Behauptung, dass sich die Theosophie der Mystiker und Cabbalisten bei dem jüngeren Van Helmont und bei Leibnitz in Metaphysik verwandelt habe, für zu weitgehend. Leihnitz sei vielmehr bemüht gewesen, Alles kennen zu lernen, Nichts gering zu schätzen, ohne jedoch sich selbst bestimmen zu, lassen. Für viele interessante Einzelheiten müssen wir auf die lectures selbst verweisen. M. J. שימות עין בראשית האומה הישראלית מאת שמואל הלוי מארלינגער תר״כב♦ Simoth Ajin oder Blicke in die Urgeschichte des israelitischen Volkes von Samuel Modlinger. Lemberg 1861. Ueber die Stellung Egyptens in der Weltgeschichte ist in der neueren und neuesten Zeit durch Ausgrabungen, durch Ent-

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.