Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 11 (1862)
- Issue
- Heft 5
- Article
- Über den Aberglauben in den arabisch-jüdischen Schulen
- Date
- 1862-01-01
- Page
- Seite 203 (sequence 12)
- Language
- German
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Notizen. 203 schiederisten Belege zu bestätigen gesucht. So wird z. B. von der Austreibung eines solchen Geistes, der einst in eine glaubensschwache Frau gefahren, als sie, bei einer häuslichen Beschäftigung unwillig geworden, den Namen Satan ausgerufen, ein haarsträubendes Mährchen allen Ernstes erzählt. Dass man mittels: kabbalistisch geschriebener und gesproebener Gottesnamen wunderthätig zu wirken im Stande sei, steht bei ihm über jeden Zweifel. Der Gott, der Kräuter und Wurzeln mit geheimer, staunenerregender Heilkraft begabt hat, könne wohl auch geschriebene Amulette oder gewisse gesproebene Worte heilkräftig und wunderthätig machen. — Man vgl. übrigens hierüber Mose Narbonni, Comment. zu More I, 62. Notizen. Die Bibliothek des sei. Dr. Beer zu Dresden ist von der Wittwe des Verewigten dem grösseren Theile nach dem jüd.- theol. Seminar — Fraenckel’sche Stiftung — zu Breslau übergehen worden, der kleinere Theil kam an die Universitätsbibliotliek zu Leipzig. Der grössere an das Seminar gelangte Theil umfasst die selteneren und kostbaren hebräischen Werke, die der Verstorbene durch eine längere Beihe von Jahren ansammelte; ferner mehrere Editionen des babyl. und jerusalem. Talmuds, der Mischnajot, kostbare Bibel- und Pentateuchausgaben; exegetische Schriften in mehreren Ausgaben, theologisehe Zeitschriften, philosophische und geschichtliche Werke u. a. m. Diese Bibliothek wird nach getrödener Uebereinkunft zwischen der geschätzten Geberin und dem Curatorium der Fraenckerschen Stiftungen unter der Benennung ״Dr. Beer’- sehe Bihli0thek" am Seminar besonders aufbewahrt werden. Das Curatorium hat ferner, um das Andenken des Verewigten zu ehren, zwei־ Stipendien zu je fünfzig Thalern, unter der Benennung ״Dr. Beer’sche Stipendien,“ errichtet, die alljährlich an zwei Hörer des Seminars ertheilt werden.