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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1862-01-01 · Heft 5 · p. Seite 191

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
11 (1862)
Issue
Heft 5
Article
Dr. Bernhard Beer
Date
1862-01-01
Page
Seite 191 (sequence 18)
Language
German
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191 Dr. Bernhard Beer. könnte auch in diesem Falle der an sich sehr wohlthätigen Absicht nachtheilig sein. Ich habe über die vorliegen de Angelegenheit mit vielen Mitgliedern der jüdischen Gemeinde in Dresden, namentlich auch mit dem Oberrabbiner mich besprochen, und ich bin überzeugt, dass nicht blos in Leipzig, sondern auch in Dresden, wo die Gemeinde zahlreicher ist, ein sehr guter Sinn für die Yerbesserung des jüdischen Cultus vorhanden ist. Vielleicht mit wenigen einzelnen Ausnahmen wünschen die Mitglieder eine Verbesserung dringend, und sie haben fühlen und erkennen gelernt, was in Hinsicht ihres religiösen und geistigen Zustandes ihnen noththut, und dass eine Abhülfe der Gebrechen nur davon zu erwarten ist, wenn sie einen würdigen Gottesdienst in einem allgemeinen Bethause erlangen. Es hat sich die Theilnahme unter der hiesigen Gemeinde, wie bereits in der ersten Kammer bemerkt worden ist, schon dadurch bewährt, dass sofort 10,000 Thaler gezeichnet worden sind, um, wenn die Gemeinde die Erlaubniss dazu erhielte, ein Bethaus zu errichten. Es sind bereits viele Einzahlungen geschehen, und der Muth und der Sinn für das Unternehmen wird werkthätiger hervortreten, wenn die einzelnen Mitglieder der Gemeinde sich überzeugen, dass Anstalt gemacht werden soll. Ich wiederhole daher, dass es für die Sache von Nutzen sein wird, wenn man die permissive Fassung vorziehet, die an und für sich milder und humaner erscheint und eben so sicher zum Ziele führen wird.“ Und diesem entsprechend waren die Aeusserungen der Mitglieder der zweiten Kammer: sie zeugten durchgehends von Milde und Humanität ־*). *) Vgl. daselbst 8. 1683—1686. (Fortsetzung folgt.)

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