Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 11 (1862)
- Issue
- Heft 4
- Article
- [Rezension] / -d-
- Date
- 1862-01-01
- Page
- Seite 155 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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Recensionen und Anzeigen. 155 Zwar ist dies nur dann geschehen, wenn, wie der Verf. S. VI. sagt, die Regeste lediglich einem der Sammelwerke entlehnt ist, die dem Werke zu Grunde liegen. Es würde jedoch den hequemen Gehrauch des Werkes nur fördern, wenn in dem lioffentlich recht bald erscheinenden zweiten Bande die Quellen durchgängig angegeben und die in diesem Bande fehlenden Hinweise nachgetragen würden. —d— □לוה העתי Luach haittim, Zeittafel der biblischen und nachbiblischen Geschichte der Juden, von der Erschaffung der Welt bis zum Jahre 5560, in zwei Abtheilungen, von Hch. Schlesinger. VI, und S. 211־. Creuznach 1861. Selbstverlag des Verfassers. Die Nützlichkeit chronologisch geordneter Geschieht stab 61len für den Schulunterricht ist zu einer solch allgemein anerkannten Thatsache erhoben und für die allgemeine Geschichte schon so vielfach ausgeführt worden, dass solche Tabellen über die jüdische Geschichte keiner besonderen Empfehlung bedürfen. Auch ausserhalb der Schulgrenzen haben sich jene Eingang verschafft, weil die Geschichtsfacten in chronologischer Ordnung zusammengestellt, uns die gleichzeitigen Pulsschläge der ganzen Geschichtsthätigkeit anzeigen und uns einen Begriff von den mannigfaltigsten Wirkungen eines und desselben Weltgeistes nach den verschiedensten Richtungen geben. Wir ersehen durch solche synchronistische Zusammenstellungen das Leben der Menschen gleich wellenförmigen Kreisbewegungen auf- und niedergehen, und wenn in einem bestimmten Kreise sich ein Wellenberg erhebt, wo Gutes oder Böses in die Höbe steigt, so zeigt sich in einem anderen Kreise ein Wellenthal, in welches sich Gutes oder Böses, versenkt. Kurz, man hat das volle Leben der Welt vor sich. Um aber diesen Zweck, den vollständigen Entwurf des geschichtlichen Bildes zu erreichen, kommt es gerade bei der Angabe der Ereignisse darauf an, mit der möglichsten Genauigkeit zu verfahren, um nicht die Form des Bewegten zu verrücken und dadurch verunstaltete Bewegungen hervorzurufen und darzustellen. Nun befindet sich die Chronologie der allgemeinen Geschichte auf einem solchen Boden, dass die bekanntesten Thatsachen an feste Jahre geknüpft sind und eine allgemeine Uebereinstimmung der namhaf-