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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1862-01-01 · Heft 4 · p. Seite 152

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
11 (1862)
Issue
Heft 4
Article
[Rezension]
Date
1862-01-01
Page
Seite 152 (sequence 3)
Language
German
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17)2 Recensionen und Anzeigen. Verf. die ganze gelehrte Abhandlung mit einer ״Geschichte der jüdischen Münzenvon; der man, wie von der ganzen Arbeit, dreist behaupten kann, dass dem Verf. keine einzige, nur irgendwie bedeutende, über Münzen und Gewichte handelnde Notiz in den Mischnajoth, den beiden Talmuden, in Tosifta, Mechilta, Sifra und Sifre entgangen sei, so dass mit dieser Arbeit nicht nur ■dem ■Freunde jüdischer Archäologie, sondern auch dem eines wissenschaftlichen Tahnudstudiums ein unsäglicher Dienst geleistet,ist, denn dieser ist nun der peinlichen Verlegenheit enthoben, so manche schwierige Talmudpartie mit unbekannfcen Grössen zu rechnen. Die beiden angehängten Tabellen: 1) Vergleichungs-Tabelle der talmud. Gewichte mit ihrem Werthe nach metrischem Systeme und preussischem Neugewichte; und 2) Yergleichungs- Tabelle der talmud. Münzen mit ihrem Werths nach preuss. Courant, geben in klarer Uebersichtlichkeit die Quintessenz der ganzen Arbeit, die durch sie gewonnenen Resultate. Ploffentlich wird der Herr Verf, uns nicht lange auf die dritte Tabelle, ״Vergleichung der talmudischen Maasse etc." warten lassen, Es erscheint uns der correcte von Fehlern freie Druck gerade bei. dieser Arbeit besonders hervorhebens werth. Rahm er. Regesten zur Geschichte der Juden in Deutschland während des Mittelalters. Bearbeitet von Dr. M. Wiener. Erster Theil. XVI und 8. 257. Hannover 1862. Hahn’sche Hofbuchhandlung. Die neuere jüdische Literatur entbehrt in Folge vieler ungünstigen äusseren wie inneren Verhältnisse fast gänzlich der vorarbeitenden, eigentlich grundlegenden Werke. Sehen wir ab von der alttestamentlichen Forschung', die von einem weiteren Kreise gepflegt wird und darum diesen Mangel nicht aufweist, so gibt es in der jüdischen Wissenschäft kein Gebiet, das durch Quellen Sammlungen, Urkundenbiicher und Regesten, gute kritisehe Ausgaben der Autoren, Wörterbücher und sonstige Sammlungen, dem heutigen Standpunkte der Wissenschaft entsprechend, zugänglich gemacht wäre. Daher muss jede gelehrte Arbeit fast überall von vorn anfangen, muss jeder Schritt ebenen Bodens dem Gestrüppe erst abgerungen werden, das auf den

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