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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1862-01-01 · Heft 2 · p. Seite 42

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
11 (1862)
Issue
Heft 2
Article
Dr. Bernhard Beer
Date
1862-01-01
Page
Seite 42 (sequence 2)
Language
German
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42 Dr. Bernhard Beer. . den das Einzelne wie die Ueb ergab ge sich gruppiren, an den! die Ausgangspunkte wie die Endpunkte, die Ausläufer einer dahin gegangenen Zeit und ihre Durchbildung zu der Neugestaltung sichtbar werden.. Das Object• der Geschichte bilden aber nicht nur Staaten״ und Yölkererschütterungen und deren Aufbau; sie will die Offenbarung des menschlichen Geistes nach den verschiedenen Riehtungen verkünden,‘ daher auch Juden und Judenthum allgemein die Berechtigung zuerkannt wird, mit in den Geschichtskreis gezogen zu werden. Auch sind es hier nicht einzelne Erscheinungen, sondern deren Zusammenhang unter sich und ihre Beziehung zu Vorgängen auf anderen Gebieten, die die Aufmerksamkeit des Forschers auf sich lenken; und wenn die Bewegungen auf religiösem Gebiete mehr das Interesse des Philosophen und des Kirchenhistorikers anregen, so greift die Umgestaltung der p'olitisehen und socialen Zustände der Juden zu tief in die neueren Staatsverhältnisse und die auf dem Gebiete des Staatslebens noch auszufechtenden Kämpfe 'ein, als ־.dass nicht jeder .über die dem Geist unserer Zeit, angemessene Form der Staatsverfassuisg nach Klarheit Ringende sie in den Kreis seines Nachdenkens zu ziehen sich gedrungen fühlte. An den Mann, dem die folgenden ,Zeilen ein wenn auch nur schwaches Denkmal setzen wollen, knüpfen sieh Erinnerungen der verschiedensten Art. Durch sein Leben, das ein Bild edler Harmonie des Geistes und des Herzens, des gediegenen ernsten. Wissens und der sanftesten schonungsvollen Milde, ziehet sich ein Gedanke: die Schätze seines Wissens und seiner ' angebornen und erworbenen Fähigkeiten zur Hebung der geistigen und politischen Stellung seiner Glaubensgenossen zu verwerthen. Diesem Ziele galt seine literarische Thätigkeit und sein unermüdliebes Wirken auf dem Markte des Lebens; ein rastloser Kämpfer für das unterdrückte Recht, sucht er Licht über den verkannten Glauben Derer zu verbreiten, für die er in die Schranken tritt, und istzugleich sein Streben־ darauf gerichtet, ihnen selbst den Glauben in seiner Reinheit zum Bewusstsein zu bringen, dem hohen Ideal, wie es in seinem Geist lebt, Allgemeingültigkeit zu verschaffen. Der

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