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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1861-01-01 · Heft 12 · p. Seite 470

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
10 (1861)
Issue
Heft 12
Article
Bericht, verlesen bei der jährlichen Sitzung der Société Asiatique, den 29. Juni 1861
Date
1861-01-01
Page
Seite 470 (sequence 8)
Language
German
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470 Bericht, verleseil bei der Sitzung unterbrochen war; denn Ceylon wird immer das Land bleiben, wo man die wahren Quellen über die alte Geschichte des Büddhaismus zu suchen hat. Die neuen Hefte der Zeitschrift sind voll von Forschungen über die Geschichte, Geographie und Religion Ceylon’s, und die Gesellschaft scheint ein neues Leben zu bekommen und mit dem wissenschaftlichen Europa in Verbindung treten zu wollen; denn sie sucht für ihre Zeitschrift einen Verleger in London, damit ihre Arbeiten, die für uns beinahe verloren waren, den Gelehrten zugänglich werden. Deutschland, welches schon so reich ist an periodischen Blättern, die sich mit dem Orient beschäftigen, sei es nun ausschliesslich, sei es als liülfsmittel zur vergleichenden Grammatik, oder endlich in ihren unbegrenzten Beziehungen zur wissenschaftlichen Theologie, hat deren. Zahl noch durch ein neues vermehrt, welches unsere ganze Theilnalfme verdient. Es ist durch Benfey in Göttingen gegründet worden unter dem Titel: ״Orient und Occident, insbesondere in ihren gegenseitigen Be- Ziehungen,“ und hat die Bestimmung, das Organ der Forschungen zu werden, welche sich auf jene Einflüsse beziehen, die diese beiden Welttheile gegenseitig auf einander ausgeübt haben, oder vielmehr auf jenen Einfluss, den der Orient auf den Occide nt gehabt. Alles, was sich auf den asiatischen Ursprung der europäischen sprachen und europäischer Civilisation bezieht, wird Mer seinen Platz finden, und da wir unsere Sprachen den Ariern verdanken, unsere Religion den Semiten und die Anfänge unserer Cultur den Völkern, welche in der Nähe des mittelländischen Meeres wohnten, ist zu ersehen, dass der grösste Ttieil des alten Asiens im Programme aufgenommen ist. Die beiden ersten Hefte beweisen, in welch weitem Sinne der Herausgeber seine Aufgabe erfasst; er gibt uns den Anfang einer Ueher- Setzung der Rigveda, Nachforschungen über die Mythologie der Veda’s, Abhandlungen über die griechischen und lateinisehen Selbstlaute, einen langen wissenschaftlichen Protest gegen die Trennung des Studiums der klassischen Sprachen von dem Studium des 8 ans er it. Man kann der orientalischen Literatur zu diesem neuen Organe nur Glück und ihm selbst eine Dauer wünschen, die beweisen würde, dass der Kreis derjenigen, welche sich für diese Forschungen'interessiren, von Tag zu Tag grös- 8er wird. .

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