Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 10 (1861)
- Issue
- Heft 12
- Article
- Bericht, verlesen bei der jährlichen Sitzung der Société Asiatique, den 29. Juni 1861
- Date
- 1861-01-01
- Page
- Seite 465 (sequence 3)
- Language
- German
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der Societe Asiatique. 465 öffentliche Sicherheitsbehörde, und die Art und Weise, in der sie ihr Beaufsichtigungsrecht über Markte und Handwerke ausübt. Niemand wird diese Arbeit ohne Vergnügen und ohne Nutzen lesen. Herr Barbier de Meynard hat aus der Chronik von Mugin-eddin eine Geschichte der alten Stadt He rat ausgezogen und seinen Autor durch andere Originalschriftsteller controlirt; Herr von Khanikoff hat uns eine Beschreibung dieser Stadt und ihrer Umgegend nach seinen eigenen Beobachtungen gegeben. Herr Ga rein de Tassy hat seine Auszüge aus der Be: Schreibung der Denkmäler Delhi’s zu Ende gebracht; diese Be- Schreibung war von einem gelehrten Muselman, Said Ahmed Khan, gemacht, kurz vor der letzten indischen Revolution und der Belagerung dieser Stadt, während welcher eine grosse Anzahl dieser Denkmäler der mongolischen Pracht untergegangen ist. Herr Belin, Kanzler bei der Gesandtschaft in Konstant Inopel, hat uns eine biographische und literarische Notiz über Ali- Schir zugeschickt, einen hervorragenden Gelehrten aus dem zehnten Jahrhundert unserer Aera. Belin schildert uns bis in'8 Einzelne das Leben eines dieser Gelehrten, die bald Höflinge, bald Dichter, bald einsiedlerisch lebende Mystiker waren, und aus denen die literarischen Höfe der türkischen Fürsten aus jener Zeit zusammengesetzt waren. Das Leben aller dieser ist dasselbe, aber es setzt uns immer in Erstaunen und hat einen besonderen Reiz für uns. Die Verbindung von Barbarei und Eieganz, von Achtung für Geist und Wissenschaft, und Verachtung des menschlichen Lebens, die ganz besondere Freiheit der Einzelnen in engster Berührung mit einem unerträglichen Despotismus, und die fortwährende Alternative zwischen dem sinnlichsten Leben und der strengsten Ascetik bieten ein sich überall erneuerndes Schauspiel dar, das sich im Grunde im Orient immer gezeigt hat, aber unseren Sitten so fern liegt, dass man sich nur mit Mühe eine Vorstellung davon machen kann, und dass jedes neue Beispiel, das man uns vorführt, uns belehrt und interessirt. Herr Belin schliesst seine Arbeit mit weitläufigen Auszügen aus zwei der vorzüglichsten Werke Ali Schirs, die, wie der grösste Theil seiner Werke, noch nicht edirt sind. Herr Bianchi hat seine Bibliographie der in der Türkei