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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1861-01-01 · Heft 10 · p. Seite 377

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
10 (1861)
Issue
Heft 10
Article
Die Leichenfeierlichkeiten im nachbibl. Judenthume
Date
1861-01-01
Page
Seite 377 (sequence 2)
Language
German
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Die Leichenfeierlichkeiten iin nachbibl. Judenth» 377 während des Lebens gebrauchten:-das Dinteazeug, die Schreibfeder, die Schreibtafel und der Schlüssel mitgegeben oder an den Sarg gehängt. Gewöhnlich wurde diese Sitte bei den im Brautstande und kinderlos Verstorbenen beobachtet23). Kostbare Schmucksachen und bedeutende Geldsummen mit in'8 Grab zu legen, scheint ein Prärogativ der königlichen Familien gewesen zu sein. So gab Herodes dem ermordeten Aristobul feine Spezereien und sonstige Kostbarkeiten mit in'8 Grab (Jos. Ant. XV, 3, 4). Ilyrcan entnahm dem Grabe David'8, das er geöffnet hatte, drei Tausend Silbertalente (ib. XIII, 8, 4). Herodes, der denselben Versuchanachtc, fand zwar kein baares Geld, aber bedeutenden Goldschmuck (ib. XVI, 7, 1). Die Särge, in welchen der Todte der Erde anvertraut wurde, waren entweder von Holz24) und zwar meistens Gedernholz25) oder von Stein26). Die br etter ne n Sarge scheinen sich vorzüglich im Gebrauche erhalten zu haben27). Der eherne Sarg, in welchem der Sage nach die Aegypter Joseph'8 Leiche in den Nil versenkten oder nach einer anderen Version im Labyrinth beisetzten (Sota 13a), reflectirt wohl eher ägyptische als jüdisehe Zustände. Die Beerdigung in einer einfachen Binsenmatte (□מהצלת של קני) wurde als unehrenhaft angesehen und hatte 23סותרים שע־ות של כלות ומגלין פניהם של התנים ונותנין בריתו נ וקולמוסו בצדו ואין הוששין משום דרכי אמורי — ותולין מפתחו ופנקסו של מת בארונו של מת מפני עגמת נפש וכשמת שמואל הקטן תלו מפתחו ופנקסו בארונו מפני שלא היה לו בן (Semaeli. c. VIII). Für das unverständliche בריתו liest Ascheri zu Moed K. p. III. דירתו וקולמוסו. — In den 6rahkammern der alten Aegypter findet man noch heute Schmucksaclien und Geschmeide, Schreibzeuge, Ellenstäbe u. 8 w. (U hie mann, ägypt. Archäologie S. 330.) *ארון מנסרים .(״ (Moed k. 8b); ארון של עץ (jer. m. k. i, 1ml. 5). Der Sarg hiess auch דלו־סקמא oder richtiger גלוסקמא,- yloiaaoy.oiiüov (M. K. ‘24b; Semaeli. c. III; Targ. jer. zu Gen. .50, 26). Der Deckel des Sarges liiess — nach Bas eins Interpretation zu Sabb. 152 b —: גולל, die Seitenwand: הפק. R. Tarn (Tos. 1. 1. s. v. ר(ער שיסתם hingegen fasst גולל als Grabstein und דופק als die Marksteine des Grabes. 25) וקוברין אותו בארזין (jer. M. k. 1. 1.). 26) ארון של אבן (ib.). 27) בתוך עץ הגן א״ר לד רסז לתולדותיו שיהיו נתונין בארונות של עץ. (Gen. Rabba c.> 19). Frankel, Monatsschrift. X. 10. 30

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