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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1861-01-01 · Heft 8 · p. Seite 319

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
10 (1861)
Issue
Heft 8
Article
[Nachricht] / Frankel, Zacharias
Date
1861-01-01
Page
Seite 319 (sequence 2)
Language
German
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. ׳ Nekrolog. 319 dete nicht in dem aufreibenden Kampfe, war in ihm. rastlos bis an'das Ende seiner Tage. Aber nicht nach aussen nur sollte Licht anbrechen: sein heller,, gebildeter Geist hatte, die zeitgemässe Heranbildung der Jugend als ein noch tieferes Bedürfniss erkannt. Schon der junge Mann suchte .einen für Wissen und Zeitbildung empfangliehen Sinn bei seinen Altersgenossen zu wecken, und bald'widmete ersieh, obschon in günstigen' Lebeiisv erhältnissen gestellt, theils dem unmittelbaren Jugendunt'errichte, theils dessen Beaufsichtigung. Und nicht minder anregend und tief eingreifend wirkte er als Gemeindevor- Steher-durch fast dreissig Jahre: er rief mehrere auf die Förderung des Religiösen, Moralischen und Intelle.ctüellen, gerichtete Institute in’s Leben, so den Mendelssohns-Yerein ״zur Förderung der Kunst, Wissenschaft und Gewerbe bei den Juden,“ ״das Kranken-Unterstützungs-Institut,“ ״den Verein zur Ausstattung armer Bräute" u. a. Einen vorzüglichen Antheil hatte et an dem unternommenen und vollendeten Baue der Dresdner Synagoge; er ging mit Ratli und That an die Hand, wie er überhaupt, wo es je dem Guten galt, mit Geldüncl anderen Opfern stets an der Spitze stand. Dieses Streben und Wirken hatte aber noch eine .edlere Basis als das an sich zwar lobenswerthe Motiv, die religiösen und materiellen Interessen der Glaubensgenossen zu fördern: es war hervorgegangen aus einem tiefen Studium der Religionsquellen und der sich dem. Hingeschiedenen, wie er häufig aussprach, hieraus ergebenden!!Überzeugung von der Vortrefflichkeit und Unvergänglichkeit des Glaubens. Der , seltene Mann verband mit tüchtiger klassischer Bildung eine umfassende Kenntniss der bibl. und nachbibl. theologischen Studien, die.ihm den Ruf eines der ersten jüd. Gelehrten dieses Jahrhunderts erwarb.- Sein Wissenschaftsdräng.ermüdete nicht; er hatte in sich den grössten Theil der jüd. theol. Literatur aufgenommen, und seiner Aufmerksamkeit entging nicht irgend ein in das Fach der Theologie einschlagendes neu erscheinendes Werk. Und er hatte das Aufgenommene verarbeitet und die Literatur mit mehreren trefflichen Werken und

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