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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1861-01-01 · Heft 8 · p. Seite 316

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
10 (1861)
Issue
Heft 8
Article
[Rezension]
Date
1861-01-01
Page
Seite 316 (sequence 4)
Language
German
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316 Recensionen und Anzeigen. des Mittelalters gerade das Gegentheil findet. Der ״Nachgesang“ endlich, der in den Gestalten eines alten und eines jungen Mannes wohl das ״alte“ und das ״neue“ Judenthum perso־. nificiren soll, leidet ganz besonders an dem Wurmstich dieser krittelnden Manier. Das Judenthum kann selbst' heutzutage, wenn es dichterisch behandelt werden soll, unmöglich in dem Lichte reformistischer Bewegung auftreten, mag dieselbe auch in ,der Wirklichkeit noch soviel Rautn gewonnen haben. Die Religion muss sich in dem Gedicht wahr und , einfach zeigen. Diesen Punkt, zu dessen Beachtung auch das ״Helden- und Liederbuch“ hie und daAnlass gibt, möchten wir dem Herrn Verfasser, dem so hervorragende Mittel zu Gebote stehen, die erhabenen Lehren des Judenthums und die imposantesten Erscheinungen aus seiner Geschichte unter Juden־ und Christen einzubürgern, hiemit der Beherzigung für seine künftige literärische Thätigkeit warm empfohlen haben. — Es passt ganz zu dieser krittelnden und ein wenig leichtfertigen Manier, wenn der Herr Verfasser in den Anmerkungen zum ״Primator“ unter Nro. 5 sagt: ״Ein orthodoxer Jude“ — der Herr Verfasser spricht in den Anmerkungen, wir wissen nicht ob mit Absicht, einmal von ״den orthodoxen Juden,“ das andere Mal von ״den Juden“ — ״darf sich am Sabbat keines Stockes bedienen (?), wiewohl das Gegentheil von den frömmsten Rabbinen in Jerusalem zu sehen ist.“ — Die Erwähnung der ״Anmerkungen“ nöthigt uns zu einigen sachlichen Berichtungen. Wenn der Herr Verfasser Anm. 12 sagt, dass sich in der ״Mesusa“ der ״Fluch und Segen aus der Thora“ befinde, so könnten diese Worte leicht dahin missverstanden werden, dass darunter die sogen. ״Tochacha“ gemeint sei. ל־— Anm. 13. ״Mesz mizvah“ ״wörtlich: ״Leiche und fromme Handlung“ erklärt die Sache nicht.— Der Ausdruck erläutert sich durch Deuteron. Cap. 21, 1 ff. — Zu dem Gedicht ״Der letzte Hohepriester“ in dem ״Helden- und Liederbuch“ S. 130, in welchem von dem ״Urim Tumim“ — die Ungenauigkeit des Ausdrucks, die sich auch sonst noch in dem Buche findet, muss des Versmasses wegen entschuldigt werden — die Rede ist, bemerken wir, dass laut Sota 48a M. die ״Urim Wetumim“ während des zweiten Tempels nicht mehr vorhanden waren. Einer Empfehlung der beiden Bücher von unserer Seite

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