Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 10 (1861)
- Issue
- Heft 7
- Article
- [Rezension]
- Date
- 1861-01-01
- Page
- Seite 273 (sequence 2)
- Language
- German
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Recensionen und Anzeigen. 273 genannt wird, eine Landschaft, in der auch jene weiten, wogenden Weizenfelder sich finden —) ״auf eine planmässige Betreibung des Ackerbaues schliessen lässt. Man kann sich daher leicht vorstellen, dass der Aufenthalt einer so grossen, fremden Volksmasse den Bewohnern jener Gegend auf die Dauer sehr unbequem und lästig werden und deshalb zu mancherlei Reibungen und Feindseligkeiten Veranlassung geben musste. Dies hatte jedenfalls zur Folge, dass die ursprüngliche Freundschaftlichkeit der hier wohnenden Emoriter nach und nach in Hass gegen die lästigen Fremdlinge und zuletzt in offenbare Feindschaft überging, so dass fiiese sich endlich auf das Gebirge Schapher zurückziehen mussten" (8. 123). ״Der weitere Rückzug der Israeliten aus Südwest-Emoräa konnte wahrscheinlich nur unter mancherlei Hindernissen und Feindseligkeiten von Seiten der Emoriter bewerkstelligt werden; wenigstens ist es als gewiss anzunehmen, dass die Israeliten bei Maon von den Einwohnern dieser Stadt mit Waffengewalt angefallen und geschlagen wurden. In dieser Bedrängnis8 mochten sie nun der grösseren Masse nach immer empfänglicher für die Lehren und Ermahnungen ihres alten, treuen Führers werden und endlich ziemlich allseitig zum Dienst Jehovah’s zurückkehren" (S. 124). ״War das ernstliche Streben der edleren Israeliten schon damals dahin gerichtet, jegliche Spur des emoritischen Götzendienstes unter ihren Glaubensgenossen zu vernichten, so kann es auch nicht mehr befremden, dass man es endlich unternahm, jegliche Erinnerung an den Aufenthalt der Israeliten in Süd west- Emoräa auch in den heiligen Schriften auszutilgen und für immer der Vergessenheit anheimzugeben" (S. 126). Daher die Veränderung so vieler Namen (warum aber nicht aller?). Daher fehlt im Stationenverzeichnisse der Name Kadesch Barnea, wohin die Israeliten von Chaschmona wieder zurückzogen, zum zweiten Male. Da es aber Verdacht erregt haben würde, wollte man den Namen dieses Ortes hier gänzlich fortlassen, so wurde er an einer andern Stelle, nämlich 4. Mos. 33, 36 eingeschoben, wo er eben die grösste Verwirrung herbeiführen muss (nämlich weil er zu dem imaginairen Zuge des Verfassers hier gär nicht passt) 8. 133f. Aus eben demselben Grunde ersetzte nach dem Verfasser (S. 135) ״der Ordner der mosaischen Schriften" bei 4. Mos. 20, 5 das ״ominöse Wort Emoräa," das hier Frankel, Monatsschrift. X. 7. 22