Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 10 (1861)
- Issue
- Heft 7
- Article
- Geschichte der Juden in der Residenzstadt Hannover
- Date
- 1861-01-01
- Page
- Seite 258 (sequence 18)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 88% known words query
- IRI
…/2829132-2829262-2829270-2857861--06161-2857888- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
258 Beiträge zu einer Einleitung in den Talmud. lieb gestatten noch verbeugen, sondern vielmehr sie bey diesem Unserm Gleidsbriefe bis an Uns schützen, retten, schirmen und yerthedigen, alles bey Poen fünf Heinrichstätischer Mark, so oft; solches von einem oder mehren beschicht, unnachlassig zu bezahlen und dann auch gestalten Sachen nach, SO lieb einem jeden ist die Foen des Gleidbruchs und sonsten. Unsern schwere Straf und Ungnade, zu vermeiden. Und thun Uns dazu gänzlich verlassen in Gnaden und Gutem, damit Wir einem jeden gewogen zu erkennen. Uhrkundlich geben Heinrichstadt bey Unserm Hofflager im Jare nach Christi Unsers Herrn und Heilandes Geburth Tausend Fünfhundert Acht und Siebenzig am 12t Augusti. Julius mpp. (L. 8.) Carrl Kappaun von Zswykaw Resenbeck mpp. (Abgedruckt in Lunig’s Reichsarchiv IX, p. 284, in den Braunscliweig. histor. Händel I, 82 und hei Jung: de jure recipiendi Judaeos p. 88?) Beiträge zu einer Einleitung in den Talmud. Vom Herausgeber. (Fortsetzung.) Auch äussere Umstände führen zu der Wahrnehmung, die verschiedenen Traktate haben verschiedene Redactoren gehabt. Unter mehreren Hochschulen ragten die zu Sura und Pumbedita hervor. Da nun, wie früher bemerkt wurde, R. Aschi nur die Redaction angelegt, sie aber durch einige Generationen fortgeführt wurde, so mögen wohl diese Schulen sich iy die Arbeit getheilt haben, oder es wurde auf der einen Schule der eine Traktat mehr gepflegt und erhielt er daselbst seine Redaction, auf der anderen Schule ein anderer Traktat. So findet denn der oben (S. 211) gerügte öftere Widerspruch der Angaben der Autoren und Meinungen in den verschiedenen Traktaten eine natürliche Erklärung. Die Suraner und Pumbeditaner dilferirten, wie das im Talmud an mehreren Stellen vorkommende בסורא מתני הכי בפלמביתא מחני הכי ergibt, nicht seiten in den Meinungen der ihnen vorangegangenen talmudischen Autoren:; die Lehrmeinungen waren nämlich nur mündlich verbreitet und Hessen daher eine Verschiedenheit der Auffassung und des Wiedergebens zu. Die סלגילת הפלכלת (S. 212) verlieren hierdurch ganz ihr Befremdendes und können nur in verschie-