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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1861-01-01 · Heft 6 · p. Seite 212

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
10 (1861)
Issue
Heft 6
Article
Beiträge zu einer Einleitung des Talmud
Date
1861-01-01
Page
Seite 212 (sequence 8)
Language
German
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112 Ueber den Verfasser des Nischmath - bejahend, in dem anderen Traktat als verneinend, und sein Antagonist umgekehrt angeführt wird. Dieses gilt sogar auch־ von. dem Aussprüche eines und desselben Autors. Berachot 52b wird angeführt דאמר ד יוחנן פירורין שאין בהן כזית מותר לאבדן ביד, Schabbat 143a ראמר ר׳ יוחנן י,פירורין וכו' אסור לאבדן ביד und an beiden stellen 'מסייע לי לד יוחנן• Schon Tosafot zu Menachot 58b macht hierauf aufmerksam und theilt . eine grosse Zahl solcher Stellen mit.. Da diese סוגיות הפוכות nur in verschiedenen Iraktaten, nie aber in demselben Traktate verkommen — hier werden auch scheinbare Widersprüche durch ein ורמינהי u. dgl. gerügt und wird ein Ausgleich versucht — so scheint hier ein Anzeichen auf verschiedene Redactoren der verschiedenen Traktate vorzuliegen. (Fortsetzung f1״gt.) Ueber den Verfasser des Nischmath. und das Alter ׳ der Piutim. Von D. Oppenheim, Rabbiner in Gr.-Becskerek. Die Anfänge der neuhebräischen Poesie sind ungeachtet des ausserordentlichen . Aufwandes von Fleiss und Mühe, die die vorzüglichsten .Gelehrten unserer Zeit darauf verwendet, noch immer in ein undurchdringliches Dunkel gehüllt. Herr Dr. Gr ätz hat in dieser Zeitschrift (J'ahrg. 1859, 8. 401, und Jahrg. 1860, S. 19 ff.) und in seiner Geschichte V. 172 begonnen, die bisher gewonnenen Resultate kritisch zu sichten, und überhaupt in dieses dunkle Gebiet durch scharfsinnige lind glänzende Hypothesen etwas mehr Klarheit zu bringen. Doch tragen diese geistreichen Untersuchungen mitunter Spuren der Eile an sich, und fordern daher mit' Recht zu einer eingehenden Prüfung auf. Vergl. die kritischen Bemerkungen des Herrn Dr. Beer hierüber daselbt 1860, 8. 157 ff. und Iiamaskir 1860, 8. 3. — Eine der gewagtesten Hypothesen des Herrn־ G. ist wohl die kühne Schöpfung eines eigens gebildeten Hymnologen unter dem Namen Simon b en Kaipba, der ein Vorläufer des Kalir, Jannai u. 8. w. gewesen sein soll. Wir haben in dieser Zeitschrift (1858 8. 468) auf die alte Sage des berüchtigten, meist fabelhaften חולדות ישו (Wagenseil, Tela ignea p. 23) aufmerksam gemacht, wonach Simon Petrus der Verfasser von liturgischen Gebeten, Piutim, gewesen, und dass demselben z. B. die Hymne

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