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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1861-01-01 · Heft 4 · p. Seite 125

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
10 (1861)
Issue
Heft 4
Article
Geschichte der Juden in der Residenzstadt Hannover
Date
1861-01-01
Page
Seite 125 (sequence 5)
Language
German
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in der Residenzstadt Hannover. 125 Von Blankenburg stellt fest, dass daselbst schon in der ersten Hälfte des dreizehnten Jahrhunderts Juden ansässig waren, da die Aehtissin Gertrud von Quedlinburg in einer im Jahre 1241 -ausgestellten Urkunde sagt: sie habe die Abtei beim Antritte ihrer, Regierung mit Schulden belastet gefunden, worunter besonders eine Schuld von 213 Mark reinen Silbers an den Juden Jacob' aus Blankenbrirg gewesen. wäre, und um diese zu tilgen, habe sie den Zehnten von 52 Hufen in Marsleben an den Grafen Heinrich von Regenstein gegen Bezahlung von 208 Mark Silber zu Leharecht übergeben, welche dieser vorgedachtem Juden entrichtet hätte'). Dass auch in Helmstedt bereits um diese Zeit und nicht erst hundert Jahre später,, wie ich früher angegeben habe, Juden wohnten, geht daraus hervor, dass dort im Jahre 1247 Gerhard, Abt von Verden, gewisse Constifcutione.11 gab, darunter eine über die Juden, deren Aufnahme und Anzahl, und gleichzeitig erklärte, dass er sich die Gewalt und Gerichtsbarkeit über dieselben Vorbehalte, damit sie ihn! ebenso dienstbar seien, wie andere Juden anderen Fürsten1 2 3). Sehr zahlreich müssen indessen die 13 Die betreffende Urkunde wird von Kettner in seinen antiquitates Quedlinburgenses p. 277 und von Erath in seinem cod. dipl. Quedlinburg, p. 171 mitgetlieilt lind lauten die betreffenden Worte: cum in electionis nostre priucipio multis esset Abbat.ia debitis onerata, Inter cetera, cpie nunc exprimere non valemus, eam Jacobo, Judeo (wofür jedocli bei Kettner fälschlich Sudeo steht) de Blankenhurcli, in ducentis et tredecim marcis exammati argenti 8uh vsuris continuis , iuuenimus obligatara ... . . deeiraam quinquaginta duorum ־ mansorimi in Marsleue Comiti Henrico de Regensten pro pecunia ducentarum et octo marcarum iure concessimus feodali, que ab ipso supraclicto Judeo ' fuit totaliter'persoluta. Vgl. auch Voigt’s Geschichte des Stifts ׳CJued־ linburg I, 411 und Koenigs Annalen der Juden in der Mark Brandenbürg p. 10ר welche jedoch ungenau von einer Schuld von 230 statt von 213 Mark sprechen. 2) Von ihm wird nämlich berichtet: omne judicium Judeorum et monetariorum Abbas sibi retinuit et Judei secvient Abbati sicut alii Judei, qui subsnnt aliis principibus. Vgl. Foerstemann’s Mittheilungen des Thüringiscli-Sächsischen Vereins II, 492 und III, 97 und Koch in dem von dem Director .Hess zu Helmstedt zur Begriissung der in

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