Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 10 (1861)
- Issue
- Heft 4
- Article
- Geschichte der Juden in der Residenzstadt Hannover
- Date
- 1861-01-01
- Page
- Seite 123 (sequence 3)
- Language
- German
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- Goslar 2× ep/1044636
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in der Residenzstadt Iiannover. 123 fasst ist, der sich Plebis Tribunus et Antiquitatum 6081ariensium Mirator nennt. Diese Chronik liefert zumeist Zusätze zu Heineccii Antiquitates Goslarienses und stützt ihre Angaben auf Urkunden, die sich in dem städtischen Archive der mehrgedachten Stadt vorfinden. Mit Iiinweisung auf eine Kaiserurkunde1), welche datirt ist Anno Christi 1155, Regni 4, Imperii 1, Palatii Montis Urbis (worunter der kaiserliche ~ Palast in Goslar verstanden wird, weil man diese Stadt häufig bloss die Bergstadt nannte) 232, berichtet diese Chronik pag. 74״ :־Der Kaiser collectirt die Goslarische dudenschafft zu Steuer der Huidigung auf den dritten Tlieil ihrer Güter. Der Jahr-Tribut wird der Stadt erst 1282 beygelegt.“ Der Kaiser Friedrich Barbarossa, der bekanntlich am 9. März 1152 zu Aachen und am 18. Juni 1155 zum ersten Maie zu, Rom gekrönt wurde, hat demnach in dem zuletzt genannten Jahre von den Juden in Goslar die unter dem Hamen des dritten Pfennigs bekannte Steuer, mit welcher sämmtliche Juden männlichen und weiblichen Geschlechts vornehmlich bei der Krönung eines römischen Königs und Kaisers belegt wurden‘2), eingefordert. In derselben Chronik p. 105 heisst es: ״Anno Christi 1282, Imperii 10, Palatii Mont. Urb. 359. Der Kaiser (Rudolph I.) assignirt den Juden-Tribut zu des Pallatii repartion, item 1204" und hierzu in einer Note: ״Für anno 1156 item 1299 ziehet der Kayser behueff der Huldigunge den dritten Theil aller Jüdischen Güter und also 2 diverse contributiones et quaeritur, cum Civitas succedat in locum Imperatoris, an non succedat in jus ejusdem collectionis (und es fragt sich, wenn die Stadt an des Kaisers Stelle tritt, ob sie nicht auch in das Recht auf diese Steuer statt seiner eintritt) bei Huldigungsfällen, gestalt der Jahr-Tribut der Stadt anno cur. geschenkt werden." Ferner heisst es p. 106: ״Anno Christi 1284, Imp. 12, ב) Die betreffende Urkunde selbst habe ich gleich denen, auf welche hier im Texte noch hingewiesen wird, leider bei meiner jungsten Anwesenheit in Goslar, da das dortige städtische. Archiv zum bei weitem grössten Th eile noch ungeordnet ist, nicht auffinden können. 2) Siehe Spiesz: Archivische Nebenarbeiten 11, Nachrichten I, 115. 10'