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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1861-01-01 · Heft 3 · p. Seite 117

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
10 (1861)
Issue
Heft 3
Article
Erklärung des vierunddreissigsten Kapitels im Jecheskeel
Date
1861-01-01
Page
Seite 117 (sequence 7)
Language
German
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Erklärung des 34. Kap. im Jecheskeel.?׳IT״ derung preisgegeben sei (V. 22), und statt jener vielen Hirten, weil Jeder, auch die Unterthanen des Baby Ion erkönigs (vergl. Echa 5, 8) sich als ihre Herrscher betrachteten,' wird Gott ihr einen Hirten geben, den Knecht David, den eigenen Volks kürsten, und Gott wird für sie ein Bündnis8 schliessen mit dem Wild der Erde, den bisher feindseligen Völkerstammen, so dass sie auf ihrer Trift (nicht wie früher gestossen und gedrängt, sondern) ungestört weiden und in den Wäldern (ohne Hürde) sicher schlafen wird. VV. 28—30 bedürfen keiner Erklärung, vielmehr weisen sie selbst auf die Lösung der dunkeln und räth8eihaften Rede hin durch die Worte: sie sollen nicht mehr verachtet oder geplündert unter den Völkern'‘) sein . . . ., sie sollen nicht mehr vom Hunger fortgerafft werden im Lande (8. V. 18—19), und sie 801len nicht mehr die Schmach der Völker tragen (8. V. 20 ff.). Endlich zum Schluss (V. 31) erklärt der Prophet sich vollkommen genau für die denkenden Hörer, aber doch mit vorsichtiger Kürze: ״ihr aber, meine Heerde, Heerde meiner Weide, die Menschheit seid ihr, ich bin euer Gott, euer Richter.“ Die Völker alle, meint Jecheskeel, die Menschheit im Ganzen — denn das ist hier unter אלם zu verstehen im Gegensätze zu dem (V. 30) genannten Hause Israel (vgl. besonders Je rem. 32, 20) — das ist die von Gott geleitete Heerde, ob die Völker ihn auch nicht kennen und anerkennen mögen; so wisset denn, dass ein Richter ist über das Verhalten des einen Lammes gegen das andere, des einen Volkes gegen das andere, wie der Einzelnen unter einander. So glaube ich der ganzen Rede eine solche Deutung ge geben zu haben, dass aus ihr, ohne dass dem Texte Zwang angethan wurde, ein geschichtlicher Hintergrund von selbst entsteht, welcher dem prophetischen Worte ein höheres Interesse und eine grössere Bestimmtheit verleihet. Dr. M. Jastrow. '׳׳') Hier deutlicher Völker statt wie bisher Wild des Landes.

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