Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 10 (1861)
- Issue
- Heft 2
- Article
- [Rezension]
- Date
- 1861-01-01
- Page
- Seite 69 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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69 Recensionen und Anzeigen. dereien in Besitz zu. nehmen, ebenso Andere vom Bürgerrechte zurückzuweisen, er gebietet in Bezug auf alle Völker der Welt: ״Liebe den Fremdling wie Dich selbst,“ so wie von Ihm selbst gelehrt wird, dass Er auch den Fremdling liebe und ihm Brot und Kleidung gebe. . Gott ist also nach der mosaischen Lehre Schöpfer, Beschützer und Versorger aller Völker. Nach den Psalmen waltet über alle Völker sein Gericht. Wer die Propheten gelesen hat, wird wahrlich nicht sagen, dass sie einen Nationalgott lehren, und die sogenannten Pharisäer endlich 8agen: Ein Heide, der das göttliche Gebot erfüllet, ist gleich dem Hohenpriester, denn es stehet geschrieben: der Mensch solle diese Gesetze, erfüllen, dass er durch sie lebe; hier sei nicht gesagt: der Hohepriester, der Levifc, der Israelite, sondern: der Mensch. Also nicht erst die ״Schule der Christianer,“ wie der Verb sagt, trat mit der Lehre auf, dass Gott der Vater aller Menschen sei. Hierdurch erledigt es sich von selbst in Bezug auf die israelitische Lehre, was derVerf. ferner von volksthümliehen Gülten sagt, dass sie jeden Fremden ausschlossen und die von ihm gerühmte ״unbegrenzte Propaganda“ des Christenthums und des Islam hat bekanntlich auch ihre Schattenseiten. Wenn schliesslich der Verf. von den dreien von ihm hervorgehobenen Religionen rühmt, dass sie der Hoffnung leben, es werde dereinst eine Heerde und ein Hirte sein, so ist dies bekanntlieh die Weissagung der hebräischen Propheten, deren Erfüllung theils schon zu sein, theils sie noch weiter anzubalinen, das Christenthum als seinen Ruhm und als seine, letzte Hoffnung bekennt. **־ Die makkabäische Erhebung. Vortrag auf der Rose zu Jena gehalten von Dr. Wilhelm Rossmann. Leipzig, Verlag von Veit & Comp; 1860. (Dem Vater des Verfassers, Pastor zu St. Ulrich in Braunschweig gewidmet.) VIII. u. 47 S. in 8. Wenn in neuerer Zeit die hohe Bedeutung des Kampfes jener heldenmüthigen Makkabäer gegen tyrannische Unterdrükkung in israelitischen Kreisen und Gemeinden an Würdigung gewonnen hat, so muss es erfreulich sein, auch von nicht-israelitis ehern Standpunkte aus, nicht hlos den edlen Heroismus der Hasmonäer anerkannt, sondern — was noch mehr — die weit-