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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1861-01-01 · Heft 2 · p. Seite 66

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
10 (1861)
Issue
Heft 2
Article
[Rezension]
Date
1861-01-01
Page
Seite 66 (sequence 2)
Language
German
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IRI
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66 ßecensionen und Anzeigen. In der Einleitung S. 6 stellt der Verf. die geschichtlichen Notizen über die Entstehung der buddhistischen Religion kurz zusammen: ״Dieselbe ist bekanntlich in Mittelindien, im Gangesthale, ungefähr fünf Jahrhunderte vor dem Beginn unserer Zeitrechnung entstanden, Stifter derselben ist der Königssohn Sarvarthasiddha aus dem Stamme der Cakja von Kapilavastu, einer Stadt, die im Nordosten von Audh, wenige Meilen nördlieh von dem heutigen Gorakhpur zu suchen ist. Tief ergriffen von dem Gefühl der Nichtigkeit aller Dinge und vom Mitleiden mit den at hm enden Wesen, soll derselbe im 30sten Lebensjahre der Welt entsagt und sich in die Einsamkeit zurückgezogen haben, um darüber nachzudenken, wie er selbst und alle Kreatur von Alter, Krankheit und Tod und den mit diesen verbundenen Schmerzen befreit werden könnte. Bei seinem Eintritt in den Stand der Asceten scheint er den geistlichen Namen Gautama angenommen zu haben; noch häufiger wird er seitdem Cakjamuni, d. h. der Einsiedler aus dem Geschlechte der Cakja, genannt. Nachdem er 6 Jahre lang in den Umgebungen von Gaya, das nach ihm Buddhagaya geheissen wird, südlich von dem heutigen Patna im Lande Magadha, dem jetzigen Süd-Behar, als Busser gelebt, und alle Stadien der Enthaltsamkeit und Beschauung durchgemacht hat, überwindet er endlich nach hartem Kampfe den Versucher, den Bösen, den Herrscher in der Welt des Gelüstes (den Mara), und erlangt durch diesen Sieg bei der folgenden Morgenröthe die höchste, die vollendete Weisheit (Bodhi): er wird Buddha. Hierauf kehrt er in die Welt zurück, um die ihm anfgegangene Erleuchtung Anderen mitzutheilen und allen Sterblichen den Weg zu zeigen, der aus dem Kreisläufe der Geburt und des Todes (dem Sansara) zum höchsten Heile, zur ewigen Befreiung (Nirvana) führt: er fängt an, das ,,Rad der Lehre" zu drehen, predigt, sammelt Schüler und Gläubige um sich, verbindet diese zu einer Brüderschaft, einem Orden, einer Gemeinde, bis er endlich, achtzigjährig, unweit Kucinagara, am Flusse Hiranjavati (jetzt Adjitavati), zwei starke Tagereisen östlich von seiner Vaterstadt, einer Krankheit erliegt, oder wie seine Bekenner sprechen, sich in Nirvana versenkt. Sterbend soll er seinen Jüngern die Ausbreitung seines Gesetzes als ein heiliges Vermächtnis8 befohlen haben.“ Auch in diesem Th eile beklagen wir in des s, wie im ersten,

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