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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1860-01-01 · Heft 11 · p. Seite 427

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
9 (1860)
Issue
Heft 11
Article
Geographische Skizzen
Date
1860-01-01
Page
Seite 427 (sequence 2)
Language
German
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Wissenschaftliche Aufsätze. ' 427 dem Sidon der Bibel, ein wohlechaltener Sarkophag des Königs Cschmunazar mit einer phönizischen Inschrift, der in den Besitz des gelehrten Herzogs von Luhnes überging, ausgegraben. Bald darauf find mehrere gelehrte Abhandlungen und Monographieen über diese Inschrift von verschiedenen gelehrten Orientalisten erschieneu, die sich die Enträthselung und Erklärung derselben zur Aufgabe machten. Der Herr Redacteur dieser Zeitung hat, Jahrg. 1856 S. 447 in dem Aufsatz ״ Phönizische Alterthumcr." die Arbeiten von Rüdiger und ^Ewald skizzirt und dabei ausführlich nebst der Copirung der Inschrift die gediegenere Arbeit im Journal Asiatique 1856 von S. Munk besprochen. Eine Fortsetzung dieses Artikels brachte die Recension der phönizischen Studien von vr. Levy Jahrg. 1858 S. 159, der ebenfalls die Grabschrift des Königs Eschmuna« zar zu erklären versucht« — und wir verweisen auf deese beiden Ar- Mel. da uns keine ändere Quellen zugänglich sind, die aber für unseren Gegenstand vollkommen ausreichen. Wir sind freilich davon weit entfernt, eine neue Erklärung dieser wielgedcuteten Inschrift zu versuchen; aber schon die Feststellung eines einzigen Satzes ist bei einem so schwankenden Gegenstände ein großer Gewinn, da man nur. auf diese Weise allniälig zu einem gewissen und sicheren Rcsultäte gelangen kann. —Wir meinen nämlich Zeile 19 der Inschrift die Herr Munk folgendermaßen erklärt und übersetzt: ועד יוזן לן אדן ״ מלכם איה דאר ויפי ארצח רנן האררת אשר בשד שרן וכו׳Möge uns ferner der Herr der Könige schenken lange Dauer und die Schönheiten der Gefilde mit herrlichem Getreide, wie sie in den Gefilden Saron's u. s. w." Herr Munk nimmt ראר gleich דור Geschlecht, lange Zeit und אשד בשרי שרון — אשבשדשרון. Herr Levy gibt diese Stelle mit folgenden Worten wieder: ועור יתן לנו אדני מלכים את דאר יופי ארצות דגן האדרת וכו'. ,, Und noch möge uns der Herr der Könige geben Dora und Jope, dieLänder herrlichen Getreides u. s. w," Herr Levy nimmt דאר ויפי für Städtenamen und יפי für יפו der Bibel, worauf:fich aber das ארצתדגן schwerlich beziehen kann, da auf Städte die Apposition : die Länder herrlichen Getreides, nicht paßt. Wir glauben aber beide Ansichten zum Theil zu verschmelzen und das אש כשד שרן auf eine annehmbarere Weise zu erklären. Die Consectur von Munk אשר כשדי שרון ist sehr gewagt, da es höchst unwahrscheinlich ist, daß ein phönizischer König zu den Göt- Lern gefleht haben soll , daß sie ihm die Schönheit der Gefilde mit herrlichem Getreide geben mögen, wie sie in den israelitischen Gefilden Saron's sind! — Unsere bisherige Untersuchung hat uns den

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