Mannheim
Compact Memory

Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1860-01-01 · Heft 11 · p. Seite 422

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
9 (1860)
Issue
Heft 11
Article
Ein Commentar des Jeruschalmi
Date
1860-01-01
Page
Seite 422 (sequence 2)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
92% known words query
IRI
…/2829132-2829248-2829260-2857449--05761-2857483
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

422 Wissenschaftliche Aufsätze: da ein .Einzelner sich gründlicher aus ihn einläßt." Um so: auffallender und merkwürdiger muß es erscheinen, wenn ein vollständiger Commentar. wie dieses die Worte des רשב״א besagen ב) , von R. Iehuda b. Jakar verfaßt sein sollte. Wo und wann hat der Mann gelebt? Lassen sich weitere Spuren von ihm entdecken? . Diese Fragen, die bei jedem vereinzelt austretenden Namen den Literaturforscher beschäftigen, werden gewiß noch natürlicher sich ergehen bei einer so bedeutsamen Leistung, als ein Commentar zum Jerusch almi ist, Juchasin, Schalscheleth Ha - Kabbala und Seder Ha-Doroth kennen weder R. Iehuda bar Jakar, noch seinen JerusHalmi-Commentar; Koreh Ha-Doroth macht ihn der Namensähnlich keit wegen zu einem Bruder des Lehrers von Raschi, ohne den auffallenden Umstand in Betracht zu ziehe», daß deutsche wie französische Autoren diesen Commentar ganz mit Stillschweigen über-, gehen, was sicherlich nicht geschehen wäre-, stammte derselbe aus so früher Zejt und von einem, io bedeutenden Manne her. Schem Ha- Gedolim bemerkte bloß, der Commentar wird auch in Magen Aboth von R. Simon b. Zemach citirt. Aus Mangel, an irgend einem sichern Haltpunkte habe ich in meinem! literarischen Index, den ich dem jüngst erschienenen שטה מקובצת לטס׳ נדרים beigcfügt, die Meinung ausgesprochen, dieser R. Iehuda b. Jakar sei der Bruder des R. Elieser aus Metz und zwar derselbe, welchen dieser in ש״ט, so!. 35a mit folgenden Worten ansiihrl! וטסי ט והי אה׳ הה׳ יהודה בר יקר וצוקל $מעתי.a) Bald wurde ich aber der Unhaltbarkeit dieser meiner Meinung innc, als mir von Herrn D1-. M. Sachs 1) .שו״ת רשב״א ם*, הקנ״ג : ואשד אמרת לפרש לך מה שאמרו בירושלמי ... ת«ד אוי במה אתה שואלני בפירוש ירושלמי ואהב יש לבב אב למקראו'ולפירושו'הרב •«*.גתל־ידב יהודה בר יקר ז״ל ועוד שאני רואה אותך רניל ובקי בו הרבה. 2) In dem gedruckten Texte heißt es: ומפי מורל אחי הר' יהודה יקר זצ״ל; ,über diese Variante nahm ich mit den Herrn Dr. Zunz und Dr. D. Cassel Rücksprache. Ersterer meinte, diese Leseart wäre die richtige, weil kein Autor seinen Bruder mit des Vaters Namen anführt, zudem hieß ja der Vater des הראי׳ם nicht Jakar, sondern Samuel. Dr. Cassel machte wiederum gegen die Leseart יהורה יקר den Einwand, daß man im zwölften Jahrhundert keinen Autor findet, der zwei Namen gehabt. Ich glaubte diesem beipflichten zu müssen und; die von Dr. ,Zunz'gemachten Einwürfe dadurch zu heben, daß R. Iehuda b. Jakar ein Bruder des R. Elieser aus Metz nur von Seiten feinet Mutter war, dieses in meinem Index bereits Erwähnte habe ich hier darum wiederholt, weil es dort dem Herausgeber gefallen hat, die Namen dieser Herrn zu verschweigen. So ist auch unter dem daselbst wiederholentich vorkommenden חבב מפורפב״ ,"חבק אהך״" Zunz gemeint.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.