Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 9 (1860)
- Issue
- Heft 10
- Article
- [Rezension] / J. P.
- Date
- 1860-01-01
- Page
- Seite 390 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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390 Recensionen und Anzeigen. schel, Planck u. U. erblicken in der Sache der Juden ein« die ganze Menschheit betreffende Angelegenheit und sprechen in diesem Sinne/ Heffter weist auf die bedeutenden Verdienste der Juden-um die Wissenschaft aller Zeiten hin. Mitscherlich behauptet: ״die Tüchtigkeit kann man der jüdischen Nation nicht absprechen und ist in dem Charakter derselben Vieles, was uns zurückstößt, so ist dich doch zum größten Theil eine Folge des Druckes, in dem sie gelebt haden, welches sich daher bei besserer Stellung allmälig verlieren wird ". Remer gesteht ein, daß durch die Zulassung der Juden die christlichen Concurrenten leiden können, spricht aber zugleich ״aus inniger Ueberzeugung die Behauptung aus, daß dich nur durch ihre eigeneSchuld geschehen wird "; die philosophische Facultät der Breslauer Universität findet, daß die Breslauer Universität als paritgtische es in der Thatsache ihres Bestehens schon ganz unmittelbar ausspricht, daß nicht die kirchliche Bestimmtheit, sondern nur. . . . der eine und׳ selbige Geist der Wissenschaft, der alle Erkenntnißgebiete durchdringt und alte Forscher, auch die begabten Juden, zu seinen lebendigen Organen macht, das Band der Einheit in derselben ist und die folglich die Universität als paritätische Lehranstalt grundsätzlich die Juden nicht ansschließen kann, ohne von ihrem eigenen Lebensprincip abzufallen. Es kommt noch hinzu, daß. ... wenn j״ S. einem tüchtig gebildeten jüdischen Theologen in der philosophischen Facultät Vorlesungen über die sprachlichen Facher der jüdischen Theologie, den Talmud und die spätere jüdische Literatur zu halten verstattet würde, auch den christlichen Theologen und Orientalisten die Erwerbung von Kenntnissen erleichtert werden würde, welche sie jetzt meistens nicht ohne Nachtheil für das gründlicheru Verständniß des alten Testamentes, so wie.der Literatur und Geschichte des Orients überhaupt vernachlässigen ". Cruse (in Königsberg) ׳ nennt die Ausschließung von in der Wissenschaft anerkannten; hervorragenden Talenten vom Lehramte: des Glaubens wegen, eine Beschränkung der Mittel und Wege zur Förderung und Verbrcitung der Wissenschaft und damit der menschlichen Wohlfahrt. Unter unseren Mitbürgern jüdischen Glaubens aber haben wir Männer, Me sich eben so sehr durch ihre wissenschaftliche als sociale Haltung auszeichnen, die sich des öffentlichen Vertrauens und der allgemeinen Achtung; in ihrem Serhältniß als: Bürger, so wie in ihrem näheren Berufskreisc erfreuen; nicht wenige zählen unter den Namen,- die in ׳der Geschichte der Wissenschaft stets einen guten Klang haben werden." Ein anderer Königsberger Professor, Hirsch,