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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1860-01-01 · Heft 6 · p. Seite 225

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
9 (1860)
Issue
Heft 6
Article
Notizen zu R. Lewi ben Gerson (Gersonides)
Date
1860-01-01
Page
Seite 225 (sequence 3)
Language
German
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Wissenschaftliche Aufsähe. 225 gethcilten Notiz des Pico von Mirandola, daß Ralbag habitator Auraycae, d. h. Bewohner von Orange gewesen sei. Die Frage nun, was אזוב für eine Stadt sein könnte, hat Carmoly durch Mittheilung einer Notiz des Bernard de Valabrsgue zu einem Manuscripte der Kaiserlichen Bibliothek dahin gelöst, daß unter אזוב die kleine Stadt Vaison im Comtat Venaissin zu verstehen sei. Munk scheint die Sache für so ausgemacht nicht zu halten und meint nur, daß Bernard möglicherweise einer Ueberlieferung gefolgt sei. Ich meine nun, es könnte auch bloße Dermuthung sein, der wir eine andere entgegensetzen. Wie, wenn אזוב und Orange iden« tisch wären? Rach der bekannten Gewohnheit, die Städtenamen in's Hebräische zu übertragen, könnte man, La Jbn-Esra in Exodus (פ׳ בא) j1t אזוב bemerk: ובלטזו( לעז אוליגכ״ו, wohl nicht ohne Wahrscheinlichkeit vcrmuthen, daß sie ,אולי־גהי — Orange zurückübersetzten in אזוב. S. Der sonst so ungeschichtliche Gersonides hätte auch Gibbon eine Notiz.liefern können. Gibbon erzählt nämlich von dem Streite der beiden mächtigen römischen Häuser, der Colonna's und der Orsini's (der gerade zur Zeit , wo Gersonides lebte, am lebhaftesten war), und macht die Bemerkung, daß die Schmeichelei sich bemühte, die Familie der Colonna's bis auf die römischen Kaiser zurückzuführen. Gersonides hätte ihm sagen können, daß die Schmeichler der Orsini's noch weiter gingen und diese sogar von Romulus und Remus herleiteten. Er erzählt (פ' נוק״ץ) die Geschichte des Romulus und Remus, macht aus der Wölfin eine Bärin und schließt ab: דלוביים b!־n וכלד!ם דנלטיפחות דזגדולות נללונלי. Daß hier die Ursini's (Orsini's), die auch im Dante als ar8i (Bären) bezeichnet werden, gemeint seien, ist klar. Daß aber Gersonides die Sache nicht erfunden hat, geht aus Folgendem hervor. Bagnol, die Stadt, in der Gersonides geboren ist, gehörte nach der bistoire äs Langaedoe damals dem Kardinal Napoleon Ursini, und Gersonides folgte somit sicherlich dem, was die Stadtleute über den Ursprung dieses Geschlechtes sich erzählten. 4. Zu פ' בטולרי (sä. Ven. 71b.) rechnet Ralbag unter die Vortheile, welche die göttliche Lehre gewährt, auch den, daß sie vor übertriebener Selbstkasteiung bewahrt, und fährt fort: ולד!לחי?ן מבכי יטללאל) נלוז טליעטלר טלאל זלאונלות להגן6 עצמם). Es läßt sich nicht läugnen, daß diese Worte auch ohne besondere geschichtliche Beziehung sich erklären lassen. Deutlicher aber werden sie, wenn man sich erinnert, daß gerade zu seiner Zeit und in seiner nächsten

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