Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 9 (1860)
- Issue
- Heft 6
- Article
- Notizen zu R. Lewi ben Gerson (Gersonides)
- Date
- 1860-01-01
- Page
- Seite 224 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 89% known words query
- IRI
…/2829132-2829248-2829255-2857148--05501-2857181- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
224 Wissenschaftliche Aufsätze. Wahrnehmung, daß er Nachmanides nirgends citirt, wird dadurch erhöht, daß man Nachweisen kann, er habe Nachmanides' Schriften gar nicht einmal gelesen. Denn in seinem (R.'s) Commentar zu Daniel, wo er das Jahr 1358 als Jahr für die Ankunft des Messias herausgercchnet, ein Jahr, welches bekanntlich auch Nachmanides und schon vor diesem Andere herausgebracht hatten, gibt er die Ursache an, die verhindert hätte, daß kein Früherer auf diese so naturgemäß sich ergebende Zahl gekommen wäre (Commentar zu Daniel ed. princ. auf dem 35. Blatte: (ומד! לא עמדו הקודמים על זה הקץ עם קלות העמדה רכל. Merkwürdig genug aber ist übersehen worden, daß Lewi ben Gerson selbst seinen Groß- Vater citirt, der selbstverständlich, wenn anders wirklich Gerson ben Salomo Vater unseres Lewi gewesen, nur sein Großvater mütterlicherseits gewesen sein kann, und zwar ist dies kein Anderer als der Berfasser des לוית תך . Die Worte Almosnino's im : מאמץ כת ודגה דלרב ד!גדול כעל לוית דלן אכיר של הרלב״ג ז״ל müssen nämlich nicht, wie Geiger corrigirt, dahin geändert werden, daß man statt אביו schreibt קרובו, sondern אבי אביו, da Almosnino wohl blos die Thatsache gewußt hat, daß der בעל לוית תך Großvater des Ralbag gewesen sei. Das angeführte Eitat des Ralbag findet sich zu כי תשא ed, Yen. S. 114 a: קבלתי בפירוש זד! תפסוק מהרב אדוני זקני ר׳ לדי ד!כד!ן und Geiger beschuldigt daher Ralbag mit Unrecht der absichtlichen Jgnorirung des Lewi. Man wird übrigens nach den von Geiger aus der Handschrift des לוית תך mitgetheilten Stellen sehr viel großväterlichen Einfluß im Commentar des Ralbag entdecken. Ich mache nur auf die gerade durch ihre Seltsamkeit bezeichnende Gleichheit oder doch Aehnlichkeit in der Erklärung und Auffassung des Metatron aufmerksam (Ralbag zu Spr. Sal. 1 bringt das Wort mit water, Lewi der Aeltere mit matroua zusammen). Ebenso ist selbst die angefochtene Auffassung der Art, wie die Schrift auf den לותות zu denken sei, bei Beiden zwar nicht äußerlich, aber doch principiell identisch. Ich würde die Vergleichung fortsetzen, wenn sie etwas austrüge. Für die Frage nun, ob dieser Lewi der im מנתת קנאות vielbesprochene Lewi sei, ist wenigstens noch ein Fingerzeig gegeben, daß nämlich der Vers, des לוית תך ein Ahronide gewesen. 2. , Daß Ralbag in der Stadt אזוב, einem auch sonst durch jük. Schriftsteller bekannten Orte, gewohnt haben müsse, ist daraus ersichtlich, daß seine bedeutendsten Werke von da aus datirt find. Run wissen wir aus einer von Munk (melanges etc. S. 500) mit«