Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 9 (1860)
- Issue
- Heft 5
- Article
- Nachträge über R. Moses ben Nachmann
- Date
- 1860-01-01
- Page
- Seite 183 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 87% known words query
- IRI
…/2829132-2829248-2829254-2857084--05447-2857119- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
zu lesen; die Ehidd. des ר׳ משה בן ■'וסף in den Ehidd. zu Gittin 53, zu Sabb. 983, 1223., 143l>. Von den Zeitgenossen werden namhaft gemacht: החכם הגדול ר׳ קשה בר חסדאי מפולניא שיחיה ויאריך ימים כתב (Ehidd. zu Gittin 7b) und R. M eir halewi- יבילרוחי נתקשה עלי... והארכתי לשאול סן הרב ר' מאיר הלוי ותשים ובו'. Mit diesem R. Mel'r halewi ist nach einer mir mündlich gemachten Mittheilung des Herrn Di. Gra ctz der in der תשובה au R. Jona (Rga Nr. 248) genannte: ר׳ מאיר אלסושרין wahrscheinlich identisch: וכבר כתבתי וה בסי המצות הראהו משם הגה הוא ביה השר הגדול ר׳ מאיר אלסושרין ירום הודו (wo אלמושריף — span. Almoxarife — k. Schatzmeister, Zolleinnehmer vom arab. 6 , 5 ״ ujjLw״« zu lesen ist). Don den Schriften der mystischen Litereftur werden außer den im שער הגמול vorkonunendcn noch an einer Stelle der Milchamot (zu Berach, 48 b) die Hechalot des R. Jsmaöl genannt: חכם גדול מכיר בהן ובמראה פרצופותיהן שיש בהם מדות הללו והיא חכמתו של ר׳ ישמעאל ההיכלות והחכרת פנים• Da die Milchamot, wie wir gesehen, zu den ersten Geistesproducten Nachmani's gehören, so ist diese Stelle sür die Erhärtung des Umstandes, daß Nachmani sich, nicht wie gewöhnlich angenommen wird, erst im Alter, sondern schon in früher Jugend mit der kabbalistischen Literatur bekannt gemacht hatte, von Bedeutung. Als eine gewiß nicht ganz unnütze Zugabe zu diesen Nachträgen dürste den Literatoren das folgende ,,Sendschreiben Nachmani's an die französischen Rabbiner in Betreff der maimunischen Schriften" erscheinen, das in den bisherigen Ausgaben corrumpirt ist und das ich aus einer freilich nicht ganz fehlerfreien, doch gerade in den Hauptstellen richtigen Handschrift der Seminarbibliothek (Cod. Saraval XXXVIII) hiermit neuerdings verössentliche. Das Manuscript ist an einigen Stellen wortkarger als die Ausgaben, an anderen aber ausführlicher und ich habe deßhalb die Varianten aus der in dem Sammelwerke תעלומות חכמה des Joseph del Medigo (Basel 1619) befindlichen, ziemlich brauchbaren und der in der Brünner Edition der maimunischcn Briese enthaltenen, ganz verstümmelten Ausgabe des Sendschreibens dem einen Textabdrucke beigefügt. Erstere ist der Abkürzung wegen mit a, letztere mit b bezeichnet. Der aufmerksame Leser wird hierdurch in den Stand gesetzt, durch Vergleichung den richtigen Text zu comhiniren: