Mannheim
Compact Memory

Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1860-01-01 · Heft 4 · p. Seite 158

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
9 (1860)
Issue
Heft 4
Article
Bemerkungen zu dem Aufsatze des Herrn Dr. Grätz "die Anfänge der neuhebräischen Poesie" im diesj. Januarhefte der Monatsschrift [Rezension]
Date
1860-01-01
Page
Seite 158 (sequence 2)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
81% known words query
IRI
…/2829132-2829248-2829253-2857035--05416-2857076
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

2 entity mentions

158 Recensiouen und Anzeigen, סדר ו ס ד ר ש ל כלה שנח bloß hervorgeheJannai habe nur Piutstücke für die außerordentlichen Sabbate gedichtet.(S. 25), scheint nicht begründet. Grade der Beweisden der Hr. Vers, dafür bringen will, spricht dagegen. Sabbat Hagadol, für welchen wir noch Puitim von Jannai besitzen, gehörte gar nicht zu den sogenannten außerordentlichen Sabbaten und existirt für denselben auch keine Pesikta! (Die Pesikta ויהי בחצי הלילה gehört für den ersten Tag des Pessachsestes. Vgl. übrigens über die Entstehung des Namens Sabbat Hagadol d. Monatsschr. Jahrg: 1859. S. 188). Es ist nich t so unwahrscheinlich daß Jannai, dem Wortlaute jener Stelle gemäß, für sämmtliche Sabbate des Jahres PiUtim verfaßte, da auch die Karäer für sämmtliche Wochenabschnitte des ganzen Jahres zwei verschiedene Cyclen versificirter Piutstücke, dem Inhalte einer jeden Sidra entsprechend, besitzen (Vgl. kar. Gebetb. sä. Kalai Bd. I.); die karäischen Poetanim ahmten hierin wahrscheinlich älteren rabbanitischen Dichtern nach. Auch im Ritus von Avignon existiren für jeden der 53 Wochenabschnitte variirende Verse zur Recitirung vor dem Herausnehmen der Thora. 3) Der ganze Piutcyclus zum Sabbat Hagadol) den der Hr. Vers. S. 26. in einem Machsorcodex v. I. 1299 gefunden hat. befindet sich gedruckt in sämmtlichen Machsorim und Piutsidurim des Minhag Aschkenas, in welchem Ritus alle jene Piutstücke heute noch recitirt werden! hiervon ist aber blos Nr. 3—6 אוני פטרי bis ותרום על כל entschieden von Jannai Nr. 1 und 2 אחי מלבנון uttf> אומרה אני ט עשי sind von Benjamin b en Serach, wie schon in den älteren Machsorim angegeben ist und wie die Akristicha lehrem Bei Nr. 1 im Refrüinverse: בין עודי ילין' מוניפצפח•'נואמת 'ה'ני מיכון זיגברלר רוחטויה הלי 'חפר 'חוק יזהר 'קדוטותו*' (d i. הנימן הן זרח חזק). Bei Nr. 2 nach Beendigung des Alphabets, ebenso, wie in der ganzen Anlage des Piutstücks meist mit jedem ersten und dritten Verssatze, zuletzt aber — wie häufig — Ungeregelter: •'הכן יהרה• ייצאתי בהינומא» דבלאז העמקתי נוטרת י 'ביני'אמי 'זנחתי רעי יחלל• 'יוקרת• חירתי• 'ינדם• זחאמרתיס'־ dl t: ׳.(הנינלין הן זרחייזזיח Das von Hrn. vr. Grätz beliebte Akrostichon Nebst dem herausgebrachten angeblichen Namen von Jannai's Vater, erinnert fast an gewisse in dem bekannten Büche Rahia persistirte Chrouosticha. — Daß das allgemein aufgenommene

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.