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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1860-01-01 · Heft 4 · p. Seite 141

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
9 (1860)
Issue
Heft 4
Article
Juden und Judenthum nach römischer Anschauung
Date
1860-01-01
Page
Seite 141 (sequence 17)
Language
German
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Juden und In den ihn m nach römischer Anschauung.!.141 digte Volk siel, in drei Theile getheilt, an die Söhne des Hervdes. Unter Tiberius war Ruhe. Als aber Casus Cäsar (Caligula) sein Bild im Tempel aufzustellen befahl, griffen sie lieber zu den Waffen; dieser Aufstand ward durch Casus Tod abgebrachen. Claudius überließ, nachdem die Könige gestorben, oder auf ein niedriges Maaß von Macht gebracht waren, die Provinz römischen Rittern oder Freigelassenen, von denen Antonius Felix unter Grausamkeit und Willkühr aller Art die königliche Gewalt mit sclavischem Sinn ansübte." Wir schließen hiermit ab, übergehen manche bei Jnvenal, Rutilius u. A. vorkommende Anspielungen auf Juden und süd. Gebräuche, die mehr Ausbrüche des Hohnes gegen die Römer sind, und fügen nur eine kurze Angabe der Quellen der vielfachen Entstellungen an. Diese haben ihren Ursprung in Manelho, einem egpptischen Priester, der die Geschichte Egyptens griechisch schrieb.. Der schon seinem Vaterlande nach den Juden gehässige Egypter — von den heftigen und zügellosen Ausbrüchen dieses Haffes war, wie aus Philo und Josephus genugsam zu ersehen ^, Alexandrien, oft Zeuge — griff das, was man sich in Egypten von der einstigen Vertreibung. Aussätziger erzählte, begierig auf und schob es dem süd. Volke zn^). Die Griechen, durch ihn mit diesem Unsinn bekannt gemacht, ließen ihn nicht und setzten vielmehr nach ihrer.Weise noch Vieles zu. Vorzüglich galt dieses von der Zeit an, wo Antiochus Epiphanes mit seinen polytheistischen Resormversnchen an dem Glaubensmuth der Juden scheiterte. Die Syro-Griechen kannten von da ab nur Haß gegen die Juden, ,und kleideten ihre Berichte in diese Farbe. Einen Zuwachs erhielt diese gehässige Auffassung durch die Verläumdungen Apions'). — Der stolze Römer, gewohnt feinen zermalmenden Fuß auf den Nacken der Völker zu setzen, konnte es dem Inden nicht verzeihen, daß er sich nicht ihm beugen wollte, und sich durch seinen Gott hoher als ihn stellte. Der Jude, in keiner Absonderung, erschien ihm als Verächter der Götter und Menschen, und daher auch von Göttern und Menschen zu verachten. Darum die zuweilen feindliche Darstellung der Geschichte und Sitten der Juden, und 8) Vgl.?11110 advcrs. Flacc. und Legat, ad. Gaj. Joseph, contra Apion. L. 2. 9) Vergl. Jos. a, a. O. V. I und 1. Jahrg. dieser Monatsschrift. L) Vergl. Jos. a. a. O. B. 2 und 1/Jcchrg. Trankel, Monatsschrift. IX. 4. 11

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