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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1860-01-01 · Heft 3 · p. Seite 124

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
9 (1860)
Issue
Heft 3
Article
Nachtrag zu den Recensionen und Anzeigen [Rezension]
Date
1860-01-01
Page
Seite 124 (sequence 2)
Language
German
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Nachtrag zu dM RecensiöneN und Anzeigen. Hosjudenschast" zu Wien, die sich der Juden zu Hanau als ״blutsverwandt." annahmen und sich beim Kaiser über die diesen äugethane Unbilden beklagten ״aus vervrsachen derjenigen Prediger, so dästlbst wohnen. So sehnt auch diese Prediget in allen HreN öffenlichen Sermonen und Predigten Wider die Juden also ergist, dH sie khein. Abscheih nehmen zu melden, dH die itzt wehrenden WeWauff faüs göttlicher Straff) sich vmb deswillen erzeugen, Meilen die Juden Nit Mein zu Hanau, sondern auch andere Orten des heyligen römischen Reichs gelitten werden". Wer erinnert sich nicht hier an Herrn v. Klinkowsiröm, und wer erstaunt nicht, daß was Ferdinand II. im I. 1627 (Datum dieser Urkunde) in Hanau verbot, sich im I. 1859״ zu Wien Neignen konnte! — Urkunde XIII (I. 1636): Der Kaiser empfiehlt dm milit-ärischen Befehlshabern an, die Juden in Wbrms nicht durch Einquartierungen oder in:anderer Weise ״bei -vernachlässigter höchster straff" zu helästigen. Ebenso wurden (G. 24) die Juden nach der Schlacht am weißen Berge in Folge kaiserl. Be» sehls von derallgemeinen Plünderung verschont. —Die:anderen Urkunden betreffen Heils die jüd. Gemeinden zu Wien und Prag, die in ihren Rechten und Gerechtsamen, so daß sie ihre Ci-vilprocess« unter sich Nusmachen können, die Steuern unter sich vertheilen u. dg>l. m.. Heils Privatpersonen, denen der Kaiser wegen ihm geleisieter Dionste NMHaste Privilegien eiNväumt. Vorzügstch ist hervörzNhtzben Ur- Hundd IV -(I. 1624), die bon den Verdiensten erzählt, die die Juden Josel Pinkherle Nus Görz, Moses-und Jacob Marburg er!aus Gradisch Und Ventura Parente aus Triest sich um das -Kaiserhaus erworben, und die Vergünstigungen, die Ferdinand II. ihnen widerfahren läßt. (Diese Urkunde ist auch abgsdrückt Jahrg. 4-858 dieser Monatsschrift.) — Den Urkunden gehet -ein warm uNd gut!ge« schriebenes Vorwort voran, in welchem der Vorwurf au die Gegenwart -Wiens durch di« Zeilen -zu lesen ist, die Zeit Ferdinands •II. werfe nach den oben berührten Hergängen einen tiefen Schatten auf sie. Man scheint dieses gesuhlt zu habm uNd darum blieb das Schristchen lange unter Schloß und Riegel der Emfur, aus welcher dS endlich ein befferer Genius erlöste: F.

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