Mannheim
Compact Memory

Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1860-01-01 · Heft 3 · p. Seite 121

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
9 (1860)
Issue
Heft 3
Article
Die Secten der Samaritaner
Date
1860-01-01
Page
Seite 121 (sequence 2)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
89% known words query
IRI
…/2829132-2829248-2829252-2856968--05372-2857022
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Notizen- 121־ bemerkt nun Hr. R. daß der Name ובואי? für Samstritaner sich nirgends mehr findet. Ohne uns erst-in eine, weitläufige Untersuchung über hie׳ Sa-? maritaner und deren. Seelen einzulassen, di« in Hr. Kirchheim, כרמי שומרון, worauf wir uns hier der Kürze wegen beziehen, einen gründlichen Forscher gefunden, stellen wir bloß ganz einfach der obigen Angabe die Nachricht des Kirchenvaters Epiphanius entgegen, der von vier Secten der Samaritaner berichtet und zwar: die Dositheer, die Sebuaei (Sebueer), Gortheneer und Essäer. Es hat wohl die Kritik die Darstellung des Epiphanius, eines bekanntlich ohnehin höchst unzuverlässigen Schriftstellers mißtrauisch.ausgenommen, weil hier.die Essäer mit den Samaritanern zusammen geworfen werden: wiewohl es leicht möglich ist, daß die Essäer auch unter den Samarilauern Anhänger und Mitglieder gefunden haben mochten. Doch scheint in der Hauptsache Epiph. besser als sonst unterrichtet gewesen zu sein, obgleich er über die religiösen Differenzen und Streitpunkte der genannten Treten nicht im Klaren war. Vergl. BasnageHistoire des Juifs II, S. 305. Die Sebuäer sollen nämlich nach Epiphan. in dogmatischer Hinsicht mit den Samaritanern vollkommen harmonirt haben, und nur in der Beobachtung der Festtage und in der Festsetzung des . Kalenders lag die Kluft der Trennung, indem sie seltsamerweise das Peßach und das darauf folgende Wochenfest im Herbste feierten und den Monat Tischri für den Jahresanfang (ראש חדשים) hielten. Basnage hält nun wegen dieses unklaren verworrenen Berichts die ganze Eintheilung der Seelen für ein bloßes Mährchen, das die rege Phantasie des Kirchenvaters ersonnen. — Allein die Existenz der Sebuäer wird eben durch die angeführte Stelle der חייג außer Zweifel gesetzt. Die צבואי sind nicht anders als die Sebuäi des Epiphanius, die mit den Samaritanern nahe verwandt und wie der Verfasser der ד,"ג sich ausdrnckt, von einerlei Substanz und Stoff, חד גוהר נינהי, sind. Auch in andern gleichzeitigen Werken, wie schon Hr. Kirchheim nachgewiesen, wird der Sebuäer Erwähnung gethan. S. Jalkut z. B. Könige 17, 26 und Tanchuma Ab. Wajescheb: 'וישלח בהם את האריות. אמר להם תנו לי שנים מכם ופר מיד שלחו- לשם את ר' רום תאי כר ינאי ואת ר׳ סבייא ולמדו אותם בכתב ספר תורה בכתב נוטריקון. Wir haben hier also wieder die zwei Sectennamen der Samaritaner, nur in dem Gewände der Rabbiner: R. Dosithäus und R. Sebua, gehüllt; denn ר׳ רוסתאי ור׳ סבייא * sind nichts anders als die Dosithäer und Sebuäer. Ebenso findet

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.