Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 9 (1860)
- Issue
- Heft 3
- Article
- Beleuchtung mehrerer Ortsnamen im Josephus und damit zusammenhängende Erläuterungen von Talmud- und Midraschstellen [Rezension]
- Date
- 1860-01-01
- Page
- Seite 115 (sequence 7)
- Language
- German
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- Rashi 1× ep/1002670
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115 Recensionen' und Anzeigen. deutung und konnte auch für die Juden Folgen Haben; weshalb der in vornehmen Kreisen sich bewegende R. Ami woh! Grund' hatte, die Aufmerksamkeit daraus hinzulenken. Die in Bereschith rabba darauf folgende Stelle:אלוף עירם א״ד׳ (n. a.. Leseart חנינא ציפוראי למה נקרא עירם שהוא עתיד לערום (לערות 9■) תסווריוח'^mvqovלמלך המשיח (;׳ beziehet sich auf eine etwas spätere Zeit. 1 31. CH anin a aus Sephoris war ein Schüler des R. Abuhu und lebte daher /wahrscheinlich auch bis über die' Mitte des vierten Jahrhunderts. Der hier עירם Genannte ist Ursulus. Schatzmeister des Constantius, der, wie Libanius erzählt (Vergl. kibbon. trist. 05 tbe äectirre unci fall etc. IV, 47), wegen seiner großen Verschwendung von den Soldaten getödtet wurde. Ammianus Märcellinus XXII. 3 wirst dessen Tod dem Julian vor; dieser scheint aber doch seinen Grund dazu gehabt zu haben; da die Ver- .schwcndungen des Ursulus den Schatz entblößt und Julians großartige Pläne in Stocken gebracht haben mögen. Dies will der Midrasch mit der dem עירם untergelegten Deutung besagen, indem er Ursulus wie häufig üblich als Wortspiel gebraucht. ״Er ward ״) עירםder Auslcerer") genannt, weil er die Schätze für den Messias (d. h. die von Julian zum Tempelbau in Jerusalem bestimmten Summen) entblößte oder ausleerte (wie Raschi zum Midrasch erklärt גלה אוצרות). Die verblümte Deutung biblischer Namen auf wichtige Zeitereignisse oder spätere Persönlichkeiten ist im Midrasch nicht selten. vr. B. Beer. Berichtigungen. Ein alter Jrrthum in einem neuen Buche.. Der talmudische Ausspruch ״ שבשתא כיון, רעל עלein Jrrthum, wenn er sich eingeschlichen, bleibt", hat sich wieder eininal bewährt. — Herr I. G. Vaihinger bemerkt in dem ohnlängst erschienenen elften Bande von Herzog's Real-Encyklopädie für protestantische Theologie und Kirche, Gotha 1859. Artikel: Pentateuch S. 293 daß bei den Juden für das zweite Buch Mosis nächst טומיות 'd auch die Benennung ״) ם' ךךיקיך Bedrückungsbuch k" wie in Parenthese hinzugefügt wird) üblich sei. — Diese Angabe befindet sich, auf die Autorität Buxtorf's hin, auch in De Wette/s Lehrb. der histor. krit. Einl. in's A. u. N. Test. §. 138 (Ausg. von 1833 S. 180). — Buxtorf selbstaber, die Quelle jener spätem Gelehrten, sagt Folgendes (I-sx. Chald. Talm. et Rabbin. p, 1325): In Masora 9 *