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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1860-01-01 · Heft 2 · p. Seite 62

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
9 (1860)
Issue
Heft 2
Article
Die Anfänge der neuhebräischen Poesie
Date
1860-01-01
Page
Seite 62 (sequence 6)
Language
German
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62 Wissenschaftlich- Aufsätze: dreizehnten Jahrhundert anzugehören. Wichtig für unser Thema wäre es, die Zeit der zwei ersten Piecen zu kennen, weil Kaliri gerade dieselben benutzt hat, wie weiter bewiesen werden soll. Aber so wenig Anhaltspunkte für die Zeitbestimmung sie auch liefern, so sind sie jedenfalls erst in der islamitischen Zeit, verfaßt. Denn No. 2 setzt die Herrschaft der Arabers und deren Besitz von Jerusalem voraus. Israel wird im Beginne der Messiaszeit den Arabern Silber und Gold für das Abtreten des Tempels bieten, der Araberkönig wird aber nicht darauf ein gehen wollen, sondern den Vorschlag machen, beiderseits zu opfern; wessen Opfer wohlgefällig ausgenommen werden würde, dessen Religion soll die herrschende werden, und die andere Partei gebunden sein, sich ihr anzuschließen:?וישראל אומרים למלך הערביים בית המקדש שלנו הוא קח כסו ווהב ותניח בית המקדש. ומלך הערביים אומר אין לכם במקדש הזה כלום. אבל אם אתם בוחרים לכם בראשונה קרבן כמו שהייתם עוסקים מקדם וגם אנחנו מקריבים ומי שנתקבל קרבנו נהיה כולנו אומה אחת (Las. S. 71). Die zwei Apokalypsen gehören übrigens zusammen; No. 2 ist nur eine Ergänzung zu No. 1. sonst durste in der zweiten nicht das Bild des Armilaos fehlen, der in allen diesen Apokalypsen eine bedeutende Rolle spielt. Wie dem auch sei, so hat Kaliri jedenfalls diese zwei Piecen benutzt, und nicht das Buch Zerubabel (wie Luzzato vermuthet), weil dieses vielmehr von No. 1 abhängig ist. Auch auf diesen Punkt muß näher eingegangen 3) Die Pesikta (No. 36 p. 66) scheint zwar auf den ersten Blick ebenfalls die Araberherrschast vorauszusetzen, denn es heißt dort als messianisches Vorzeichen: Die Völker werden mit einander Krieg führen, der König von Persien mit dem König der Araber, und der letzte wird mit dem König von Edom (Rom) zu Rathe gehen, der Perser aber wird die ganze Welt zerstören: מלך .nw אמד ר׳ יצחק שנה שמלך המשיח נגלה בו יל מלבי אומות העולם מתגרים וה פרם מתגרה כמלך ערבי והלך מלך ערבי לאדום לימול עצה מהם והחזיר (.) וחוזר) מלך פרס והחריב אה כל העולם (auch Jalkut Jesaias No. 35S). Allein hier ist nicht von dem arabischen Cyalisen als Beherrscher Asiens die Rede, sondern von einem arabischen Könige oder Phylarchen, der neben Persien und dem Römerreich bestand; also die Perser waren damals noch Herrschend. Die Agada brauchte mehr als zwei Könige, die einander in der Messiaszeit befehden sollen, und so war ihr der Beherrscher eines Araberstammes gelegen. Sie dachte wahrscheinlich an den Häuptling der Beduinen im peträischen Arabien, der ein Vasall des byzantinischen Reiches war. Schon das Moment, daß R. Isaak, der Agadist, als Gewährsmann dieser Agada angeführt wird, beweist, daß sie der talmudischen Zeit angehört. Die Apokälypse No. 2 hat übrigens diese Agada benutzt (S. 70): (ושנה חדומישיר. (משיח בא ונתגלה גבל המלביות והמלבים בולם מהגרים זה בזה מלך סרס עם מלך ערכי» — — ומחריבה , .. .

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