Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 9 (1860)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Schiller's Sendung "Mosis", zugleich ein Wort für und an Israeliten
- Date
- 1860-01-01
- Page
- Seite 57 (sequence 13)
- Language
- German
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Wissenschaftlich« Aufsatz«. 67 versöhnlichen Herzen und Moses, dem göttlichen Manne," bis Samuel, der in den Prophetenschulen Dichtkunst, Geschichtssorschung und Beredtsamkeit weckte, und David, den Helden und unsterblichsten Dichter, dessen Hallelujah noch durch alle Länder tönt; er gründete Jerusalem! Dort stehet Affaph unter den Sängerschaaren, Jesaias mit dem Chore der Propheten und ״Männer und Männer wurden da geboren!" Israel! kennst Du sie? stehen auch fle lebensgroß, ja riesengroß vor Deinen Blicken? und feierst in lautem Bekenntniß Du würdig ihr Gedächtniß? — Saalschutz. Wissenschaftliche Anffähe. Die Anfänge der neuheblnifchen Poesie. Von Dr. H. GraeH. iFortsetzung und Schluß.) Kaliri. Wenn der Leser bei diesem Namen einen Schauder empfinden sollte in der Erinnerung an die langweiligen Diatriben, die über dieses Thema geschrieben wurden, und in der Aussicht auf eine neue langweilige Abhandlung: so möge er sich trösten, daß ich das früher Gesagte nur berühren und die neuen Gesichtspunkte in möglichster Kürze und Faßlichkeit darstellen werde. Es handelt sich darum, Zeit und Vaterland dieses merkwürdigsten aller Poetanen, der eine Legion Nachahmer gefunden hat. möglichst bestimmt festzustellen. Ueber sein Zeitalter habe ich bereits Andeutungen gegeben, daß er nämlich nicht nach 800 gelebt haben kann. Ilm wie viel früher er anzusetzen ist, soll später ermittelt werden. Zuerst soll uns die Frage über Kaliri's Vaterland beschäftigen. Herr Rapoport, der die Initiative der wissenschaftlichen llntersuchung dieses Thema's ergriffen hat, glaubte ihn nach Italien näher nach der Insel Sardinien und zwar nach der Stadt Cagliari versetzen zu müssen, und der Name Kaliri soll dieser sardinischen Stadt entsprechen. Herr Di׳» Zunz, der Anfangs diese Ansicht adoptirt hat, gab sie später stillschweigend aus und scheint Kaliri Griechenland als Vaterland anzuweisen. Herr Prof. Luzzato machte aber gegen diese Ansichten siegreiche Gründe geltend und war der Meinung, daß Kaliri in Gabylonien und zwar in der Gegend von Rehardea heimisch war. Denn