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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1859-01-01 · Heft 10 · p. Seite 395

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
8 (1859)
Issue
Heft 10
Article
[Rezension]
Date
1859-01-01
Page
Seite 395 (sequence 6)
Language
German
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IRI
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Recensionen und Anzeigen. 395 sich der Verf. genöthigt, eine Emendation an der Stelle vorzunehmen. Die Bemühung des Verf. war eine überflüssige, da sich die Talmudisten Nicht im Entferntesten träumen ließen, dem Löwen eine so ätherische Kost anzuweisen. Der Jrrthum des Vers, entstand aus dem Scholion Rafchi's אשתא זנתי־ה: חמה אחותו ׳רוגהר , wo aber חטה nicht Sonne oder Sonnenstrahl, sondern wie an vielen anderen Stellen eine hitzige Krankheit, die Fieberglut bedeutet. Der Sinn der Stelle, ist demnach: Der Löwe wird zuweilen von einer Fieber- Hitze befallen, die ihn je nach der größeren oder geringeren Intensität für sechs oder zwölf Tage so appetitlos macht, daß er kein Bedürfniß nach Wildpret empfindet. §. 515: Zu den Angaben des Verf. über die Baumgans kann noch Hinjügesügt werden, daß Gervasius Tiberiensis, die Baumgans von Kent beschreibend, erzählt: In der großen Fastenzeit werden sie gebraten, verspeist, indem man dabei mehr auf den Hergang ihrer Geburt als. auf den Geschmack des Fleisches Rücksicht nimmt. Daß mit den Speisen wirklicher und angeblicher Baumgänse in der Fastenzeit arger Unfug getrieben wurde, geht daraus hervor, daß der Pabst Jnnocentius III. auf dem lateranischen Concil das Essen der Bernikelgänse in den 40 tägigen Fasten verboten hat. Diese Gänse sollen sich auch in Flandern finden (vgl. Ersch u. Gruber's Encyclop. Art. Gans). Anhang Seite 370: "רומא דטור, Schlange des Berges; ser. Talm (soll heißen Terum.), c. 8, 11. 7 heißt es: Jemand bereitete geschmolzenes Fett (תום שחוק), da kam eine Schlange des Berges und aß davon, als nun die Hausschlangen ebenfalls herbeikamen, um davon zu essen, begann jene einen Kampf mit ihnen, bewarf sie mit Erde und warf sich zuletzt in das Fett, um es zu bedecken und zu beschützen." — Der Verf. hat die Stelle vollständig mißverstanden ,und ich stelle, um den Jrrthum zu berichtigen, den Text nebst meiner Uebersetzung hierher. Der Talmud sucht den Satz: ברצות ד' דרכי איש גם אויביו ושלים אתו חד בר נש עבד תום שחיק גו ביתית ואחא חייא רטור ואכיל מניה והוה חיויא דבית מסתכל ביה אתון בני בייחידד מיכל מיניה מישרי מתרתר עליהון עפר ולא איתבוננון וקלק גרטיה גוויה,. d. h. Jemand bereitete geriebenen Knoblauch in seinem Hause, da kam die Bergschlange und aß davon, während die Hausschlange es mit ansah. Später kamen die Hausleute des Mannes, um davon zu genießen , sie bewarf sie mit Staub (um sie vom Genüsse abzu« halten), sie aber achteten nicht darauf, bis sie sich endlich selbst auf die Speise warf tnnd sic in dieser Weise am Genüsse verhinderte).

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