Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 8 (1859)
- Issue
- Heft 10
- Article
- [Rezension]
- Date
- 1859-01-01
- Page
- Seite 391 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 84% known words query
- IRI
…/2829132-2829234-2829245-2856729--05094-2856769- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Recensionen lind Anzeigen. 391 Weder an der citirten, Stelle in Mikw. noch an anderen Stellen, wo קלקי vorkommt, spricht der Talmud von Büßerhemden und die Angäbe des Vers, ist dem Aruch (s. v.קלקי) entlehnt. Das entsprechende Fremdwort ist übrigens nicht im Italienischen, sondern in den clalsischen Sprachen zu suchen, in denen y,tUx!.0p, cilicium eine harte Decke aus cilicischen Ziegenhaaren bedeutet. Hieronymus übersetzt מחגרת שק (Jcs. 3, 24) mit cilicium. §. 156: Zu den verschiedenen ungenügenden Erklärungen über עוא דבאלא möchte ich bemerken, daß ׳א)) in Verbindung mit באלא -----pers. ג11ל■ Berg, die Bergziege bedeuten kann. Ebenso scheint mir תון־בלא, womit Onkelos 1!או (Deut. 14, 5) übersetzt, aus 1m und באלא componirt zu sein und die Bedeutung von Bcrgochs zu haben. §. 174: Zu אורוילא muß noch bemerkt werden, daß das Tärgum zum Hohen L. 2, 9 und 8, 14 für אחילא דאילא :עפר האילים hat. Die Pesch, übersetzt עוזילא ראילא. Diese Uebersetzung wird auch im Midrasch Schir. hasch. 2, 9 dreimal und 2, 16 zweimal angeführt: או לעופר האילים ר׳ יוסי בררונינא אפר לאורויליהו( ראיילהא. §' 176: Bei dem biblischen תחש an ruyvq zu denken, wie dicß der Vers, thut, ist ganz sonderbar. Die im Anhänge (S. 370) aus jerus. Sabbat über ההש angezogene Stelle bedarf nicht minder der Berichtigung. טיי(ק hält Sachs (Beitr. I, 131) für Idvihvov, ich glaube, daß die Leseart des Mussaphia ',ייכנסו das richtige Wort an die Hand gibt, da bekanntlich auch diel^XX ההש mit vaxiv&ivoi dsQfjbazci übersetzen. גלקטינון ist in diesem Zusammcnhange kein Thiername und es ist nicht mit dem Vers, an Wiesel zu denken, sondern das Wort soll ebenfalls die Farbe bezeichnen und ist yaXaxuvöy, milchfarbig. Auch die vom Vers, nicht berücksichtigte Uebersetzung des Onkelos und der Peschittho zu ססגונא : ההש , die auch Sabbat 28 a angeführt wird, druckt meiner Meinung nach blos die Farbe des Thieres aus. Ich halte nämlich ססוירא für eine Zusammensetzung aus dem pers. —schön. und —Farbe, so daß das Ganze -also schönfarbig bedeutet. In dieser Ansicht, daß in סםו.ו(א blos die Farbe des Thieres ausgedrückt ist, bestärkt mich der Araber zur Chronik, der bekanntlich an den meisten Stellen die Peschittho wörtlich übersetzt und der das ססו.רא des Syrers regelmäßig mit wiedergibt (z. B. 2. Chron. 2, 7. 14). Die Zusammensetzung kommt zwar in den Lexicis nicht vor, kann aber im Persischen «inen Lilienthron bedeuten, was zu unserer