Mannheim
Compact Memory

Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1859-01-01 · Heft 7 · p. Seite 277

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
8 (1859)
Issue
Heft 7
Article
[Rezension]
Date
1859-01-01
Page
Seite 277 (sequence 2)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
93% known words query
IRI
…/2829132-2829234-2829242-2856544--04944-2856594
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Recensionrn Md Anzeigen, 27? Deutung nach ist Erklärung eines Gegebenen , Fixirten: in ähnlicher wenn auch minder einfacher Weise knüpfen Mechilta, Sifra , Sifri an die Schrift an, daher auch sie Midrasch genannt: werden, jg sogar die Interpretation rechtlich fixixter Formeln wird als:Midrasch bezeichnet (S- 92 Anmerk. 9). Es wird nun an manchem:Beispiel« die Weise der Exegese der Svferim nachgewicsen, und hierin der Aufschluß über die befremdende Erscheinung gefunden, daß aus jener Periode nicht Namen genannt werden. Die Soferim waren auch nach anderer Seite hin thätig : sie trafen manche in der Schrift nicht begründete Einrichtung, ferner erweiterten sie, um dem Gesetze Unverletzbarkeit zu sichern, manches Verbot der Schrift, auch ging die Redaction mancher'Bücher der b. Schrift, sowie die Abfassung man« cher Gebete von ihnen aus. Aber die im Laufe der Zeit zu einem breiten Strome herangewachsene Exegese drohet« zum schwer zu überwältigenden, die Forschung erdrückenden Gedächtnißwerk zu werden: eS bildete sich daher ein selbstständiges, von der Exegese abstrahirew des und ihre Erklärungen thcils fixircndes theils weiter fortbildendes Studium, die Halacha. Es wird nun eingegangen aus das Verhältniß der Halacha zum soferischen Midrasch, auf die Etymologie von Halacha und Mischna, auf die politischen Zustände Me lästina's in der Ucbcrgangsperiode vom Midrasch zur Halacha. Als sehr bedeutsam werden manche das Zeichen eines hohen Alters an sich tragende Halachot hcrvorgchoben. Ferner wird in gedrängter Kürze auf die Akademien, die allgemeinen und besonderen Lebrschulen hingewiesen, ׳— Es wird hierauf auf die exegetische Seite eingegangen: über die dem einfachen Wortsinn mitunter nicht entsprechende Pc? ductiou der Halacha aus der Schrift. Die Jntcrpretationsregeln des N. Zsmael, von wann ab diese Regeln durch die Zahl ״dreizehn" definirt Vorkommen und nach R. Jsmael benannt werden, Heber Bedeutung der ל— .הלכה למשה מסיני- Es wird dann die alexandrinische Forschungsweise kurz erwähnt und quf das bei Eröffnung des Senuinars veröffentlichte Programm: ״lieber palästinMe :und alexandrinische Schriftforschung" hingewiesen, woselbst auch mehrW Punkte dieses Perekes besprochen wurden. Der zweite Perek bringt die in der Mischna erwähnten Autoren und deren Lehrgang. Dieser Perek setzt, in Verbindung mit dem vorigen, sich zur Aufgabe fzu deren Lösung auch die folgenden THMe Mitwirken Werdens: die innere Geschichte der Mischna -und Hierdnxch einen Bettrag zur Geschichte des J u-d e nth u ms;in einem seiner -wichtigen, wenn nicht sogar wichtigsten Abschnitte,?zu geben.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.