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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1859-01-01 · Heft 7 · p. Seite 242

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
8 (1859)
Issue
Heft 7
Article
Alexandrinische Messiashoffnungen
Date
1859-01-01
Page
Seite 242 (sequence 2)
Language
German
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242 Alexandrinische Messiashoffnungen. gegen Einzelne, Völker gegen Völker sein?. Darum hatten schon in frühen Tagen gottbegeisterte Männer eine Zeit mit prophetischem Seherblick mahrgenommen, in der "״die Völker zu dem Tempel des Einen Gottes Hinströmen, und es wird dort zwischen ihnen geschlichtet, und nicht zückt Volk gegen Volk das Schwert und , nicht werden sie mehr Kriegskunst lernen" (Jesaias 2, Micha 4). Und hierin liegt das Charakteristische der monotheistischen Erkenntniß. Der Polytheismus konnte sich nicht zu dieser Verallgemeinerung des Rechts und des aus ihm resultirenden, sich über die ganze Menschheit verbreitenden. Friedens erheben. In - der sinnlichen ^WMichkeit süßend war nach einer geistreichen Bemerkung*), dem Polytheismus der Menschheit frühester Zustand, in welchem die geringen sinnlichen Bedürfnisse leicht Befriedigung fanden, das goldene Zeitalter; der Mensch, sich verschlimmernd, trat aus ihm, bis er Lei dem ehernen anlangte, aus dem für ihn kein Ausweg. ' Der von der Idee der Erkenntniß und des in ihr wurzelnden Rechts ausgehende Monotheismus bezeichnet, da jede Idee nur in der Zeiten langgestrecktem Lauf zur Verwirklichung heranreist, die Vollendung der menschlichen Gesellschaft, die ihm das goldene Zeitalter ist, als die Spitze, das Ende, wohin durch angestrengtes Streben und vernunftgemäße Ent- Wickelung die Menschheit anlängen soll. — Doch dieses Ziel, das auf Erden seine Erfüllung finden soll, ist schwer zu erreichen und die Menschheit sich selbst überlassen würde kaum je an dessen Ende änlangen. Darum soll einst ein vom Geiste Gottes beseelter Fürst als Lehrer der Menschheit erscheinen: ״seinem Worte werden die Entferntesten Hören, die Zeit der Zwietracht und des Kampfes der Nationen ist dann für immer beendigt, Friede wird sich über die ganze Erde verbreitey." Auch diese Verkündigung, die die Größe des verheißenen Fürsten nicht in Eroberungen und Waffengewalt erblickt, sondern in der durch ihn weitverbreiteten Herrschaft der Tugend, konnte üur aus dem Monotheismus her- Vorgehen. — Wann diese Periode eintreten, wann der aus dem Stamme Davids versprochene Herrscher — gewöhnlich Messias genannt — erscheinen wird, hierüber sindet sich keine in bestimmten Worten ausgesprochene Verheißung; aber je verlassener sich die die monotheistische Idee Tragenden und Bewahrenden sahen — und ihnen zunächst galt nach den klaren Worten die Verheißung ך Vgl. Frankel Zeitschrift für die relig. Interessen des Judenthums 2. Jahrg. (1845) S. 23,

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