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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1859-01-01 · Heft 6 · p. Seite 226

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
8 (1859)
Issue
Heft 6
Article
[Rezension] / -r-
Date
1859-01-01
Page
Seite 226 (sequence 1)
Language
German
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IRI
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226 Recmsionen und Atrzeigen. Vs duabns hier0801z׳ll1itani8 Peutateuehi paraphrasibüs, Vart. I. Vs origine hier0s oly mitanae utribsque paraphrasis ex Önkelosiana Pentateuchi versione ducenda. — Dissertatio inauguralis die III. No Yb. 1858. Uniyers. Yratisl auctor Hermannus Seligsohn. Pösnaniensis, 40 p. Die Abhandlung ist eine Fortsetzung und genauere Erörterung des im VI. Bande S. 110 ff. dieser Zeitschrift besprochenen Themä's. Der Vers, sucht seiner bereits in senem Aussatze ausgesprochenen neueri Ansicht Geltung zu verschaffen, daß Vas Targum Jerusch, nicht Fragment einer früher vollständigen Paraphrase sei, sondern zugleich ein hagadisches Supplement und eine Sammlung von Marginalgloffen und Varianten zum Onkelos; Pseudojonathan aber eine auf dieser Basis im Ganzen mit derselben Tendenz verfaßte spätere Redaction des Jeruschalmi (p. 9. 32.). Der erwähnte Aufsatz des Vers, hatte den Nachweis über die Unzulässigkeit der von verschiedenen Autoren bisher aufgestellten Ansichten über das Verhältniß der drei Targumim zueinander geführt. In dieser Dissertation wird zunächst Nachgewicsen, daß man nicht annehmen könne, Jerusch, enthalte einzelne Aenderungen zu . einem alten, uns nicht mehr zugänglichen palästinensischen Targum, die als Randglossen demselben beigesetzt wurden. Freilich ist es unzweifelhaft, daß die gemeinschaftliche Grundlage des Jon. sowol wie des Jerusch, ein altes, in Palästina geschaffenes und dort traditionell fortgepflanztes Targum sei, aber unser Jerusch, kann durchaus keine Glossensammlung zu jenem hypöthesirten Targum bilden. Was hätten nach dieser Annahme jerte unzähligen einzelnen Partikelchen des Jerusch, zu bedeuten, die durchaus weder alte Halacha noch alte Hagada berichtigen können? Hingegen divergiren bis aus äußerst wenige Stellen, die sich auch vielleicht aufklärten, wenn wir Handschriften des ׳Jerusch, besäßen, diese Marginalglossen mehr oder minder vom Onkelos, obwol der letzte Grund der Noten sich nicht immer ermitteln läßt. Aus vielen Beispielen verdient besonders die in der That auffallende Stelle Exod. 14, <10 — 27 hervorgehoben zu werden. Während Onkelos nämlich überall das hebr: נטה durch רכן־, das Hiphil הרים durch ארים wiedergibt, übersetzt er in allen diesen Versen ganz ungenau, so Ä. 16 : -ואתה הרם את מטך ונטה את ידך, Onk.: ואת טה! ית חוטרך וארים ית ירך, däher Jerusch.: ואתארעם ית חוטרך וארכיי יה ידך; V. 21: ויט, Onk.: וארים, Jerusch.: וארטיב; V. 26: נטה, Onk. : ארים, Jerusch.: ^אררי; V. 27: ויט, Onk.: וארים, Jerusch.: וארכין. Keine andere Hypothese ist bei diesen Stellen gegen die vom Vers.

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