Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 8 (1859)
- Issue
- Heft 6
- Article
- [Rezension] / -l-
- Date
- 1859-01-01
- Page
- Seite 224 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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224 Recensionen und Anzeigen. zu Theil wurde: die Frage über die Entstehung und den Geist der ältesten syrischen Bibelverse oder der Peschittho. Die Resultate der Abhandlung sind für die jüdische Literatur wesentlich bereichernd, indem sie ihr ein Gebiet vindiciren, das die christliche Gelehrtenwelt bisher immer für sich in Anspruch nahm/ Die Abhandlung zerfällt in zwei Theile, von denen der erste (S. 1—•26) sich in gedrängter Kürze über die Peschittho zum ganzen A. T. verbreitet, und der zweite (S. 26—54) näher auf den Pentateuch eingeht. Zunächst wird der Nachweis versucht, daß die Entstehung der Peschittho, welche in irgend 'einer Weise mit dem Syrus der Kirchenväter verwandt ist und deren älteste sichere Spur man bei-Ephraim dem Syrer findet, mit großer Wahrscheinlichkeit mit jener von Josephus (Antiq. XX, 2, 5; 3, 4) und Ber. Rabba (o. 46) erwähnten Bibel- Übersetzung zusammenhängt, welche Munebaz, König von Adiabene, in Palästina anfertigen ließ, aus welchem Umstande allein schon das jüdische Gepräge der Peschittho zu erklären wäre. Ob die - Peschittho im TalmUd erwähnt wird und ob die Stelle Jerusch. Megilla c. 1, 11: בורגני אחד וכר׳ auf die Peschittho zu beziehen sei, läßt der Vers, mit Recht unentschieden. Interessant ist die Bemerkung, daß zur selben Zeit, als der aus einer Renegatenfamilie flammende Bar-Hebraeus oder Abul-Pharag sich eingehend mit der Peschittho beschäftigt, sie aber trotz ihrer Autorität in der syrischen Kirche wegen ihres nichtchristlichen Gepräges Hart tadelt, auch jüdischer Seits Nachmanides in seinem Pentateuchcommentare Spuren einer Kenntniß der syrischen Apokryphen-Uebersetzung aufweist (vgl. S. 6 und die Abhandl. des Verf. über Eachm ani in dieser Monatsschrift VII, 141). — Doch bleibt der Verf. hierbei nicht stehen, sondern beweist nach einer Darlegung der unzähligen Corruptionen, welche der Pesch.-Text durch Glossatoren, durch die Commentare des Ephraim Syrus und die syrisch - griechischen Versionen erfahren, aus inneren, zwingenden Gründen den Unverkennbaren jüdischen Character der Uebersetzung. Eine bedeutende Anzahl in midraschischer, besonders euphemistischer Weise übertragener Stellen werden hier als Belege angeführt. Unterden Emendationen erscheint uns die Gen. 36, 24: דאשכח לה טיא : אשר מצא את הימים in ראש בה להמינא (rjfuöpovg) mit Anlehnung an Jerusch. Berach. e. 8 und Gen. B. e. 82 eine gelungene. Aus den midraschischen und euphemistischen Stellen heben wir folgende heraus: מן הבקר ועד עת מועד (II. Sam 24, 15): מן צפרא ועחשא לשת שעין (vgl. Ber. 62, b); מנחת הערב (Esra 9, 4—5): 2) סמל הפסל;— תשע שעין. Chron. 33, 7): צלמא