Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 8 (1859)
- Issue
- Heft 5
- Article
- [Rezension]
- Date
- 1859-01-01
- Page
- Seite 195 (sequence 3)
- Language
- German
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198 Reeenflonen י und Anzeigen. reich".^ Die Erzählung, .welche wir im Na chal Kedumim (S. 39) gegeben haben, drückt ebenfalls den Sinn desselben aus. Der rciche Mautt sagte zum König: ״Nur was er als Almosen gegebn Hut, das ist allein sein Reichthum". Dieser Gedanke liegt auch in der ersten Zeile der interessanten Grabschrist von Robert of Doncaster. Mit Erlaubniß des Lesers lassen wir sie hier folgen. Sie lautet 7) : - ' ,;What. I gave, that I have, what Ispent, that I had, what I left, that I löst.“ . ״ Was ich gegeben habe, das habe ich, was ich spendete, das hatte ich, was ich hinterließ, das habe ich verloren." ״Was ich gegeben habe, d. i. Almosen, das habe ich. Diese Zeile drückt dasselbe aus, was der reiche Mann zum König sagte. Die zweite Zeile) nicht minder die dritte Zeile wird verstandlich in sich selbst: - Leopold Dukes. Predigten von Dr. L. Herzfeld, Braunschweigischem Landrabbin er. Nordhausen 1888. Verlag von Adolph Büchting. Die uns zur Anzeige vorliegende Sammlung von Predigten des als Geschichtschreiber bekannten Verfassers hat, um nur von dem Gesammteindrucke zu reden, uns so durchaus befriedigt, daß wir zu einer kurzen Angabe der Ursachen, denen wir diese Befriedigung danken, uns gedrängt fühlen. Was den Inhalt der in Rede stehenden Predigten anberrifft, so ist er, abgesehen davon, daß er sich als Inhalt eines denkenden Kopfes erweist, ein vorzugsweise positiver, an den echten Heilsquellen . genährter. Der Vers, äußert selbst in der Vorrede, daß er ״das Schicksal habe, zu den Reformern zu gehören." ־ Wir sind ihm daher um so mehr Dank schuldig für die Enthaltsamkeit, die er seinen Zuhörern gegenüber zu üben versteht. Wir freuen uns, daß er mit richtigem Tact die Bedürfnisse einer Gottesgemeinde mehr darin findet, Religion und Moral, als Polemik anzuhören. Wsr fügen noch anerkennend hinzu, daß den vorliegenden Predigten der unverkennbare Stempel einer ernsten, das.Gute kräftig wollenden Gesinnung aus- .7) Bland (Proverbs , chiefly taken from the Adagia of Erasmus. London 1814. Th eil I. S. 23) hat dieses ״enigmatical Epitaph“, wie er es nennt, angeführt und mißverstanden. Es ist auch in Peitigren: Epitaphs S. 72 angeführt. : 15*